Außenminister Heiko Maas bei seinem Besuch in Israel | Bildquelle: dpa

Maas in Israel Mission: Verbesserung

Stand: 26.03.2018 17:43 Uhr

Bei seinem Antrittsbesuch in Israel geht es Außenminister Maas vor allem um die Verbesserung des deutsch-israelischen Verhältnisses. Das kommt bei den Gastgebern gut an - trotz leiser Kritik an der israelischen Politik.

Von Benjamin Hammer, ARD-Studio Tel Aviv

Es ist der zweite Tag des kurzen Besuches des deutschen Außenministers. Heiko Maas hat auf dieser Reise einen klaren Schwerpunkt gesetzt: Er will zeigen, wie wichtig ihm das deutsch-israelische Verhältnis ist, die deutsche Verantwortung für und nach dem Holocaust.

Maas sichert bei Israel-Besuch Solidarität Deutschlands zu
tagesschau 20:00 Uhr, 26.03.2018, Susanne Glass, ARD Tel Aviv

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Am Vormittag besucht der neue Außenminister in Jerusalem "Amcha" - eine Organisation, die Überlebende der Shoah psychologisch und finanziell unterstützt. "Dass ich von Ihnen aber auch in Ihrem Land so freundlich und warmherzig empfangen werde, das ist für einen deutschen Außenminister nichts anderes als ein unverdientes Geschenk", sagt Maas dort. "Und dafür bin ich Ihnen sehr dankbar."

Maas spricht mit Holocaust-Überlebenden. Lea Jotzett ist eine von ihnen. "Ich danke den Deutschen sehr, dass sie Entschädigungen an uns zahlen", sagt Jotzett. "Davon lebe ich. Wegen des Holocaust konnte ich nichts lernen. Das Geld ist also wie ein Gehalt, von dem ich lebe. Ich bin glücklich, in meinem Land zu sein, auf das ich stolz bin und in dem ich frei bin."

Viel Lob - trotz kritischer Worte

Maas hat in den vergangenen Tagen viel Lob von israelischer Seite bekommen. Auch Maas' Vorgänger Sigmar Gabriel hatte die Verantwortung Deutschlands für die Geschichte und für Israel mehrfach betont. Doch er kritisierte auch die israelische Besatzung des palästinensischen Westjordanlandes - viel deutlicher, als Maas das bei seinem ersten Amtsbesuch getan hat.

Die israelische Organisation Shalom Achshav legte heute eine neue Studie vor. Demnach wurde der Ausbau israelischer Siedlungen im vergangenen Jahr beschleunigt. Auch Maas betonte: Die Bundesregierung fordert weiterhin eine Zweistaatenlösung mit einem eigenen palästinensischen Staat.

Bundesaußenminister Maas trifft Palästinenserpräsident Abbas. | Bildquelle: dpa
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Mit Palästinenserpräsident Abbas sprach Maas über mögliche Verbesserungen im Gaza-Streifen.

Verbesserung der humanitären Lage in den Palästinensergebieten

Am Nachmittag traf er sich in Ramallah mit dem palästinensischen Präsidenten Machmud Abbas. Gemeinsam sprachen sie über das, was in den vergangenen drei Monaten geschehen ist: Donald Trumps Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt von Israel. Der darauf folgende Kontaktabbruch der Palästinenser mit dem Weißen Haus. Die Entscheidung von Trump, das UN-Hilfswerk für die Palästinenser zunächst nicht mehr zu finanzieren.

Auch über die Situation im Gazastreifen und mögliche Verbesserungen habe Maas mit Abbas gesprochen, sagt er. "Dabei werden wir uns insbesondere in Deutschland noch einmal mit unseren Partnern bemühen, um die nötige finanzielle Unterstützung für das zuständige Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen zu bekommen." Die Verbesserung der humanitären Lage sei ein Thema, "das uns nach wie vor sehr intensiv beschäftigt". Maas forderte die Palästinenser auch auf, den Dialog mit der US-Regierung wieder aufzunehmen.

Natanyahu: "Sie kommen als Freund"

Nach dem Termin in Ramallah fuhr er wieder nach Jerusalem und traf auf Benjamin Netanyahu, den israelischen Premierminister. Netanyahu dankte Maas für seine Äußerungen zum Holocaust und zum Antisemitismus. "Sie kommen als Freund und in Freundschaft", sagte der Premier. "Einer traditionellen Freundschaft zwischen Deutschland und Israel. Aber ich habe Ihre eigenen Bemerkungen gehört. Sie sind inspirierend und sie erreichen unsere Herzen."

Erst vor zwei Monaten hatte Netanyahu Maas' Vorgänger Gabriel in Jerusalem begrüßt. Der Empfang im Januar fiel weniger überschwänglich aus. 

Heiko Maas beendet Besuch in Israel und den palästinensischen Gebieten
Benjamin Hammer, ARD Tel Aviv
26.03.2018 17:45 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. März 2018 um 13:25 Uhr.

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