Nach dem Erdbeben sind Menschen auf die Straße geflohen. | Bildquelle: MADE NAGI/EPA-EFE/REX/Shuttersto

Indonesische Insel Lombok Viele Tote nach neuem Beben

Stand: 06.08.2018 05:40 Uhr

Die indonesische Urlaubsinsel Lombok ist erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Mindestens 91 Menschen starben. Auch auf der Nachbarinsel Bali waren die Erschütterungen spürbar.

Nur eine Woche nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok hat dort erneut die Erde gebebt. Mehrere Menschen starben. Der Katastrophenschutz der für Lombok zuständigen Provinz West Nusa Tenggara teilte mit, es gebe mindestens 91 Todesopfer. Hunderte weitere Menschen wurden verletzt. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen, da zahlreiche betroffene Regionen noch nicht von Rettungskräften erreicht werden konnten.

Erschütterungen seien auch in Teilen der benachbarten Insel Bali zu spüren gewesen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes flohen auch dort Menschen in Panik aus ihren Häusern in höher gelegene Gebiete. Am Flughafenterminal von Bali lösten sich Deckenpaneele bei den Erschütterungen, auch ein Kaufhaus sei beschädigt worden, teilten die Behörden mit. Der Flughafen von Lombok unterbrach für eine halbe Stunde den Betrieb.

Zahl der Toten nach Erdbeben in Lombok steigt
tagesschau 06:00 Uhr, 06.08.2018

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Beben der Stärke sieben

Die Erschütterungen der Stärke sieben hätten sich rund 18 Kilometer nordwestlich von Lombok in einer Tiefe von zehn Kilometern ereignet, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Eine zunächst ausgegebene Tsunamiwarnung wurde wenig später aufgehoben. Eine kleine Flutwelle von 13 Zentimetern Höhe wurde an der Nordküste registriert, eine weitere bildete sich vor der östlichen Nachbarinsel Sumbawa.

Laut dem Sprecher des Katastrophenschutzes wurden durch das Erdbeben Tausende Häuser beschädigt, auch auf Bali. Die meisten Todesopfer seien erschlagen worden, als Häuser auf sie einstürzten, sagte er. Allein 65 Menschen hätten ihr Leben im Bezirk Nord-Lombok verloren.

Lombok ist wie das benachbarte Bali für schöne Strände und Berge bekannt. Hotels und andere Gebäude auf beiden Inseln dürfen nicht höher als Kokospalmen sein.

Erdbeben kommen in Indonesien wegen der Lage des Landes im pazifischen "Feuerring" vor, eine Formation aus Vulkanen. Im Dezember 2004 löste ein Erdbeben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen Tsunami aus, bei dem 230.000 Menschen in einem Dutzend Ländern starben. Bei dem Erdbeben der Stärke 6,4 am 29. Juli waren 16 Menschen ums Leben gekommen.

Der pazifische "Feuerring"

Der "Ring aus Feuer" ist eine Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans, die häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht wird. Hier liegt etwa die Hälfte aller aktiven Vulkane. Der hufeisenförmige Gürtel reicht von den Küsten Süd- und Nordamerikas bis zu den Inselketten im asiatisch-pazifischen Raum: Er zieht sich entlang der Aleuten und den Küsten Japans und der Philippinen über den Ostrand Indonesiens bis Neuseeland und zur Antarktis.

Auf dem "Ring aus Feuer" schieben sich Erdplatten untereinander. Die dabei auftretenden Erschütterungen können die Erde beben lassen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. August 2018 um 15:00 Uhr.

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