Bundeskanzlerin Angela Merkel und Saad Rafiq Hariri, Ministerpräsident vom Libanon, reichen sich nach der Pressekonferenz die Hände.  | Bildquelle: dpa

Flüchtlingskrise Merkel sagt Libanon Unterstützung zu

Stand: 22.06.2018 15:33 Uhr

Gemessen an der Bevölkerung hat kein anderer Staat weltweit so viele Flüchtlinge aufgenommen wie der Libanon. Das Land ist damit überfordert. Auf die Hilfe von Kanzlerin Merkel kann Regierungschef Hariri zählen.

Kanzlerin Angela Merkel hat Syriens Nachbarland Libanon die weitere Unterstützung Deutschlands bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zugesagt. Nach einem Treffen mit dem libanesischen Regierungschef Saad Hariri in Beirut würdigte Merkel das Engagement des Landes bei der Unterbringung syrischer Flüchtlinge: "Wenn man 4,5 Millionen Einwohner hat und über eine Million Flüchtlinge aufnimmt, dann kann man sich das ja vorstellen, was das für eine Aufgabe auch für ein Land ist."

Nach einem Gespräch mit Hariri und dem UN-Flüchtlingswerk UNHCR sagte die Kanzlerin, auch Deutschland wolle einen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen in ihre Heimat zurückkehren könnten. "Aber es müssen sichere Bedingungen sein, wenn eine Rückkehr in Betracht gezogen werden soll", sagte Merkel.

Die Kanzlerin war nach einem Besuch in Jordanien am Donnerstagabend im Libanon angekommen. Die Unterstützung für beide Länder ist ein wichtiger Baustein in der von der CDU-Politikerin angepeilten europäischen Neuregelung der Migration. Mit einer Verbesserung der Lage der syrischen Migranten in der Region will Merkel erreichen, dass sie sich nicht in Richtung Europa aufmachen.

Merkel-Apell aus dem Libanon
tagesschau 16:00 Uhr, 22.06.2018, Marie-Kristin Boese, ARD Kairo

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Eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen

Der Libanon leidet unter dem mehr als sieben Jahre dauernden Bürgerkrieg in Syrien. Das multikonfessionelle Land am Mittelmeer hat nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR fast eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen. Gemessen an der Bevölkerung sind in dem Land weltweit die meisten Flüchtlinge untergekommen.

Libanons Regierung erlaubt keine offiziellen Flüchtlingslager für Syrer, weil sie verhindern will, dass diese bleiben. Sie fürchtet um die Stabilität des Landes. Oft zahlen Syrer hohe Mieten in slum-ähnlichen, inoffiziellen Flüchtlingslagern.

Flüchtlingskrise übersteigt libanesische Wirtschaft

Im Libanon gibt es ein fragiles politisches Gleichgewicht zwischen Sunniten, Schiiten und Christen. Bei den meisten syrischen Flüchtlingen handelt es sich um Sunniten.

Hariri sagte, seine Regierung halte an ihrer Haltung fest, dass syrische Flüchtlinge so schnell wie möglich auf sichere und würdige Art und Weise zurückkehren sollten. Die Flüchtlingskrise übersteige die Leistungsfähigkeit der libanesischen Wirtschaft. Allerdings dürfe die Menschlichkeit nicht vergessen werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Juni 2018 um 14:00 Uhr und 16:00 Uhr.

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