Flüchtlingslager im Libanon | Bildquelle: dpa

Wintereinbruch im Nahen Osten Flüchtlingslager im Libanon überflutet

Stand: 10.01.2019 20:47 Uhr

Kein Land der Welt hat - gemessen an der Einwohnerzahl - mehr Flüchtlinge aufgenommen als der Libanon. Ihre Lage ist prekär - und wird jetzt durch heftiges Winterwetter noch schlimmer.

Schwere Regenfälle im Libanon haben zahlreiche Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien obdachlos gemacht. Ein fünf Tage lang wütender Sturm setzte Zelte unter Wasser, insgesamt waren nach Angaben der Vereinten Nationen 151 Orte betroffen, in denen etwa 11.000 Flüchtlinge aus Syrien leben.

Flüchtlingslager im Libanon | Bildquelle: dpa
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Das Flüchtlingslager Bar Elias im Libanon wurde komplett überflutet.

Der Libanon hat - gemessen an der Einwohnerzahl - mehr Flüchtlinge aufgenommen als jedes andere Land der Welt. Nach UN-Schätzungen befinden sich zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Flüchtlinge aus Syrien im Libanon. Zudem haben Palästinenser und Iraker dort Zuflucht gefunden. Mehr als zwei Drittel der Flüchtlinge aus Syrien leben in Armut, der Libanon selbst kämpft mit einer schweren Wirtschaftskrise.

Auch Flüchtlingslager in Syrien betroffen

Auch im Bürgerkriegsland Syrien ist die Lage in den Flüchtlingslagern prekär: In der Provinz Al-Hasaka im Nordosten des Landes wurden mehrere Flüchtlingslager überflutet. Auch in der umkämpften Provinz Idlib im Nordwesten Syriens sind die Flüchtlinge Unwettern und Kälte ausgesetzt. Die Kinderrechtsorganisation "Save the Children" fürchtet um die Gesundheit von mehr als 11.000 Kindern in den dortigen Flüchtlingslagern von Idlib.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 10. Januar 2019 um 19:15 Uhr in den Nachrichten.

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