Polizisten und Mitarbeiter der Spurensicherung arbeiten an dem LKW, in dem 39 Leichen gefunden wurden. | Bildquelle: dpa

Leichenfund bei London Lkw-Fahrer legt Teilgeständnis ab

Stand: 25.11.2019 17:29 Uhr

Ein 25-jähriger Nordire bekannte sich in einem Londoner Gefängnis der Verschwörung zur illegalen Einwanderung schuldig. In seinem Lastwagen wurden Ende Oktober die Leichen von 39 Migranten gefunden.

Der Fahrer des Lastwagens, in dem Mitte Oktober die Leichen von 39 Migranten entdeckt wurden, hat ein Teilgeständnis abgelegt: Der 25-jährige Nordire Maurice Robinson bekannte sich bei einem gerichtlichen Verhör im Belmarsh-Gefängnis der Verschwörung zur illegalen Einwanderung und der Bereicherung durch kriminelles Verhalten schuldig. Er soll sich auch wegen fahrlässiger Tötung in 39 Fällen verantworten.

In der Nacht zum 23. Oktober waren in einem Industriegebiet östlich von London in einem Kühllaster die Leichen von 31 Männern und acht Frauen aus Vietnam gefunden worden.

Abtransport eines Lkw, in dem 39 Leichen gefunden worden waren | Bildquelle: VICKIE FLORES/EPA-EFE/REX
galerie

Das Entsetzen war international groß, als bei London ein Lkw mit toten Migranten entdeckt wurde.

Gericht verlängert Haft

Das Verhör Robinsons wurde per Video vom Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in das Londoner Old-Bailey-Gericht übertragen. Zu den übrigen Anklagepunkten, zu denen auch Geldwäscherei zählt, äußerte Robinson sich zunächst nicht. Das Gericht verfügte eine Verlängerung der Haft bis zum nächsten Termin am 13. Dezember.

Viele der Toten stammten aus dem verarmten Zentrum Vietnams und hatten sich wohl in der Hoffnung auf ein besseres Leben auf den Weg nach Großbritannien gemacht.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 25. November 2019 um 14:15 Uhr.

Darstellung: