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Erneut Flüchtlingsboot verunglückt Mehr als 200 Menschen in Seenot

Stand: 11.10.2013 19:34 Uhr

Vor der italienischen Insel Lampedusa ist erneut ein Flüchtlingsboot gekentert. Mehr als 200 Menschen treiben nach Medienberichten im Meer. Erst in der vergangenen Woche war ein Boot mit 500 Migranten gekentert, mehr als 300 Menschen starben.

Jan-Christoph Kitzler ARD-Studio Rom

Von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Hörfunkstudio Rom

Nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA hat die Besatzung eines maltesischen Flugzeugs ein Boot mit 200 bis 250 Migranten in schwerer See entdeckt. Die Piloten haben beobachtet, wie das Boot umgekippt und gekentert ist. Die Menschen an Bord hatten zuvor versucht, einen Notruf abzusetzen.

Das Unglück ereignete sich etwa 65 Meilen südöstlich der italienischen Insel Lampedusa. Zwei Schiffe der Marine waren offenbar schnell vor Ort, mit Hubschraubern wurden Rettungsinseln abgeworfen, weitere Schiffe der Küstenwache sind auf dem Weg zur Unglücksstelle. Offenbar wurden aber bereits Leichen im Meer entdeckt.

Erst in der vergangenen Woche war ein Boot mit rund 500 Migranten kurz vor der Mittelmeerinsel Lampedusa gekentert, auch heute waren weitere Opfer dieses Unglücks geborgen worden. Die Zahl der Toten hatte damit sich auf 328 erhöht.

Obwohl sich das Wetter verschlechtert mit höheren Wellen und stärkeren Winden wagen immer noch jeden Tag Flüchtlinge in ihren Booten den Weg über das Mittelmeer. Allein heute sind dabei vor der Italienischen Küste fünf Boote in Seenot geraten. Insgesamt rund 500 Menschen konnten gerettet werden.

In diesem Jahr sind bereits über 22.000 Migranten über das Mittelmeer nach Italien gekommen.

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Oktober 2013 um 19:15 Uhr.

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KOMMENTARE

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fathaland slim 12.10.2013 • 01:11 Uhr

00:45, Allright

" Da sie sich so eine teure "Flucht" leisten können, zeigt doch, daß sie nicht zu den Ärmsten der Armen gehören! " Sie sollten sich etwas besser informieren. Die Flüchtlinge verschulden sich bei den Schleppern, um die Überfahrt zu bezahlen und zahlen, wenn sie denn in Europa ankommen sollten, den Kredit plus Wucherzinsen von dem Geld zurück, das sie hier verdienen. Die Familien der Flüchtlinge werden von den Schleppern sozusagen als Sicherheit in Geiselhaft genommen. Daß Sie Flüchtlinge mit Invasoren gleichsetzen, zeigt, daß Sie den Begriff "Invasor" nicht verstehen. Einfach mal googeln.