IS-Kämpfer in der Stadt Rakka

IS-Anhängerin Lamia K. entgeht Todesstrafe

Stand: 24.04.2018 15:45 Uhr

Im Januar war die deutsche Staatsbürgerin und IS-Anhängerin Lamia K. im Irak zum Tode verurteilt worden. Jetzt wurde das Urteil in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.

Die deutsche Staatsangehörige Lamia K. muss im Irak nicht mehr die Todesstrafe wegen Zugehörigkeit zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) fürchten. Nach Medieninformationen wurde die Strafe der Deutsch-Marokkanerin vom zentralen Strafgericht in Bagdad in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Dies entspricht im Irak 20 Jahre, bei guter Führung 15 Jahre Haft. Das Urteil fiel in einem Berufungsverfahren, das Lamia K. angestrebt hatte, nachdem sie im Januar in Bagdad zum Tod verurteilt worden war.

Lamia K. kommt aus Mannheim und war nach irakischen Gerichtsangaben 2014 von Deutschland aus nach Syrien und später in den Irak gereist, um sich dem IS anzuschließen. Zudem soll sie ihre beiden Töchter in die Region mitgebracht und mit IS-Kämpfern verheiratet haben. Eine der Töchter sitzt ebenfalls in irakischer Haft.

Über dieses Thema berichtete SWR aktuell Baden-Württemberg am 22. Januar 2018 um 19:30 Uhr und am 24. April 2018.

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