Zerstörtes Flugzeug bei Havanna | Bildquelle: dpa

Flugzeugabsturz in Kuba Charterfirma muss Betrieb einstellen

Stand: 22.05.2018 03:32 Uhr

Nach dem schweren Flugzeugunglück in Kuba ist der Charterfirma vorläufig die Lizenz entzogen worden. Eine der drei Überlebenden erlag ihren Verletzungen. Die Zahl der Opfer stieg damit auf 111.

Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz in Kuba muss die mexikanische Charterfirma vorerst ihren Betrieb einstellen. Mexikanische Behörden entzogen dem Unternehmen die Lizenz.

Die Entscheidung solle eine eingehende Prüfung zur Frage ermöglichen, ob Aerolineas Damojh - bekannt unter dem gewerblichen Namen Global Air - sich an das Gesetz halte, teilte die Generaldirektion der mexikanischen Zivilluftfahrt mit. Die Behörden hoffen auch auf weitere Informationen, um bei Ermittlungen der kubanischen Regierung zur Ursache der Tragödie vom Freitag zu helfen.

Eine Frau an Verletzungen gestorben

Eine 39-jährige Boeing 737 mit Ziel Holguín im Osten Kubas war kurz nach dem Start vom internationalen Flughafen von Havanna abgestürzt. Nach aktuellen Angaben kubanischer Behörden stieg die Zahl der Opfer auf 111. Ärzten sei es nicht gelungen, eine 23-jährige Insassin mit schweren Schädelverletzungen zu retten. Zwei weitere Frauen befinden sich schwer verletzt im Krankenhaus. Bei den Todesopfern handelt es sich um 100 Kubaner, sieben Mexikaner, zwei Argentinier und zwei in Kuba lebende Afrikaner.

Die Maschine war eine Leihgabe von Global Air an die Staatsairline Cubana, an Bord war zudem eine Crew von Global Air. Die mexikanische Zivilluftfahrtbehörde hatte Global Air nach eigenen Angaben bereits in den Jahren 2010 und 2013 den Betrieb untersagt, das Verbot dann aber wieder aufgehoben, als Sicherheitsbedenken für ausgeräumt erklärt wurden.

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