Kreuzfahrtschiff Marella Discovery

Vor Griechenland Kreuzfahrtschiff nimmt 111 Migranten auf

Stand: 21.07.2019 14:22 Uhr

Die Migranten waren vor Griechenland in Seenot geraten: Ein Kreuzfahrtschiff hat im Mittelmeer 111 Menschen aufgenommen. Unter ihnen waren 33 Minderjährige. Die Geretteten wurden an Land gebracht.

Das Kreuzfahrtschiff "Marella Discovery" hat am Samstagabend vor der griechischen Halbinsel Peloponnes 111 Migranten aufgenommen. Sie waren auf dem Weg nach Italien, als sie mit ihrem Boot rund 40 Seemeilen westlich der Peloponnes in Seenot gerieten.

Die Menschen wurden zum griechischen Hafen Kalamata gebracht, wie die griechische Küstenwache mitteilte. Unter ihnen befanden sich 33 Minderjährige. Die griechischen Behörden teilten nicht mit, aus welchen Staaten die Geretteten stammen.

Gefährliche Überfahrt

Seit die Balkanroute weitgehend geschlossen ist, versuchen viele Migranten, in Booten aus Griechenland oder der Türkei nach Italien zu gelangen. Schleuser lassen sie dabei oft in alten und nicht mehr tauglichen Booten in See stechen. Von Januar bis zum 12. Juli kamen nach Angaben der Organisation für Migration (IOM) im Mittelmeer nachweislich 682 Migranten ums Leben.

SOS Mediterranée nimmt Seenotrettung wieder auf

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen kündigte an, gemeinsam mit SOS Méditerranée ein neues Schiff ins mittlere Mittelmeer zu entsenden. Die 69 Meter lange "Ocean Viking" wurde demnach 1986 für die Notfallrettung auf Ölplattformen konzipiert worden.

Das Schiff ist laut Ärzte ohne Grenzen mit Rettungsbooten und einer Klinik ausgestattet. Es soll Ende des Monats im Zielgebiet sein. Das Vorgängerschiff "Aquarius" hatte nach Druck Italiens 2018 die Suche im Mittelmeer einstellen müssen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 21. Juli 2019 um 14:00 Uhr.

Darstellung: