Feuerwehrmänner auf Korsika | Bildquelle: AFP

Waldbrände auf Korsika Tausend Touristen in Sicherheit gebracht

Stand: 12.08.2017 16:18 Uhr

Waldbrände halten die Menschen in vielen Teilen Europas in Atem. Auf Korsika mussten knapp tausend Menschen - überwiegend Touristen - vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden. Auch in Portugal und Griechenland kämpfen die Feuerwehrleute gegen die Flammen.

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika sind nach Behördenangaben fast tausend Menschen wegen der anhaltenden Waldbrände in Sicherheit gebracht worden. Die meisten von ihnen waren Campingtouristen. Nach Angaben des örtlichen Präfekts wurden sie in der Nacht in Schulen und anderen Notunterkünften untergebracht.

Mehrere Feuer wüteten auf der Insel, rund 2000 Hektar Vegetation verbrannten. Das erste Feuer war in der Nacht zum Freitag nordwestlich von Bastia ausgebrochen und breitete sich in Richtung der dichter besiedelten Gebiete an der Ostküste aus. Seit dem Morgen ist die Lage in den Küstengebieten rund um Bastia den Behördenangaben zufolge wieder stabil. Nahe der Gemeinde Sisco wütete der Brand jedoch weiter.

Ein Mann wurde wegen des Verdachts auf Brandstiftung festgenommen. Er wird den Angaben zufolge verdächtigt, "fünf Brände in Bastia" gelegt zu haben. 230 Feuerwehrleute waren im Kampf gegen die Flammen im Einsatz.

Löschflugzeug bei Pucarica, nahe Abrantes, in Zentralportugal | Bildquelle: AP
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Auch in Portugal kämpfen die Feuerwehrleute gegen die Flammen - so wie hier nahe Abrantes im Landesinneren.

46 Feuer in Griechenland

Nach wochenlanger Hitze wüten auch in anderen Teilen Süd- und Westeuropas weiter Waldbrände. In Griechenland brachen nach Angaben der Feuerwehr von Freitag- auf Samstagmorgen landesweit 46 Feuer aus. Brände gab es auf der bei Touristen beliebten Insel Zakynthos, aber auch im Ort Koropi nahe Athen sowie im Norden Griechenlands an der albanischen Grenze.

Auch in Portugal gehen die Waldbrände weiter. Allein gegen zwei Feuer im Zentrum des Landes kämpften am Samstag fast 800 Feuerwehrleute an. Am Freitag waren insgesamt rund 1800 Feuerwehrleute im Kampf gegen etwa zehn Brände im Einsatz, wie die Behörden mitteilten. Hunderte Löschfahrzeuge halfen bei den Arbeiten. Der Zivilschutz teilte mit, die Situation sei trotz der anhaltenden Feuer "stabil".

Tote und Verletzte in Polen

Heftige Stürme haben in Polen mindestens fünf Menschenleben gekostet. Nach Fernsehberichten wurden zudem 34 Menschen verletzt. Drei der Todesopfer gab es nach Informationen des TV-Senders TVP Info nahe der nordpolnischen Stadt Chojnice. Dabei fiel ein Baum auf ein Zelt und erschlug einen darin liegenden 30-jährigen Mann, während ein anderer Baum zwei Teilnehmer eines Pfadfinderlagers tödlich traf. 340.000 Haushalte blieben vorerst ohne Strom.

Im Osten Tschechiens wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK seit Freitagabend mindestens 80 Häuser beschädigt, viele Dächer abgedeckt.

Entspannung in Italien

In Italien hat sich die Lage nach Unwettern im Norden und tagelanger Hitze im Süden etwas entspannt. Vereinzelt zogen noch Gewitter über die Küste der Toskana hinweg. Der Zivilschutz sagte für die südlichen Regionen Molise, Apulien und Basilikata starken Wind an, vereinzelt könne es Unwetter geben.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. August 2017 um 15:00 Uhr.

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