Am 27. September demonstrieren Menschen in Madrid für Klimaschutzpolitik. | Bildquelle: Fernando Villar/EPA-EFE/REX

Ort für UN-Klimagipfel Madrid lässt Bonn aufatmen

Stand: 31.10.2019 19:58 Uhr

Nach der Absage Santiago de Chiles wird die UN-Klimakonferenz vermutlich in Madrid stattfinden. Die spanische Regierung machte ein entsprechendes Angebot. In Bonn atmet man auf.

Nach der Absage Chiles für die Weltklimakonferenz im Dezember hat Madrid sich als Austragungsort angeboten. Die Klimachefin der Vereinten Nationen, Patricia Espinosa, begrüßte den Vorstoß der spanischen Regierung. Damit könne die Konferenz wie geplant vom 2. bis 13. Dezember stattfinden, teilte sie mit. Man hoffe, dass das zuständige UN-Gremium diesen Vorschlag so bald wie möglich prüfe. Dies könnte bereits am Freitag im Zuge einer Dringlichkeitssitzung geschehen, meldete die Nachrichtenagentur dpa.

Die chilenische Regierung hatte überraschend am Donnerstag die Konferenz in Santiago de Chile abgesagt. Sie begründete dies mit den anhaltenden Protesten im Land. Bei den regierungskritischen Massenprotesten gab es bereits Tote, Verletzte und Tausende Festnahmen. Auch der vor der Klimakonferenz geplante Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) wurde gestrichen.

Aktuelle Lage in Chile
Morgenmagazin, 01.11.2019, Matthias Ebert, ARD Rio de Janeiro

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Erleichterung in Bonn

Das Bundesumweltministerium zeigte sich erleichtert. Als möglicher Ersatztagungsort war Bonn ins Gespräch gebracht worden. Dort hat das UN-Klimasekretariat seinen Sitz und vor zwei Jahren war die nordrhein-westfälische Stadt bereits für Gastgeber Fidschi eingesprungen. Ein Sprecher des Umweltministeriums sagte nach der Ankündigung aus Spanien: "In Bonn wäre das so kurzfristig logistisch nicht möglich gewesen."

Die Klimaexpertin von Misereor, Anika Schroeder, bezeichnete die kurzfristige Verlegung des Tagungsortes als dramatisch für die Delegationen und Vertreter der Zivilgesellschaft aus ärmeren Staaten. Diese blieben nun auf Flug- und Hotelkosten sitzen und könnten kaum eine Reise zu einem alternativen Veranstaltungsort finanzieren.

Zehntausende Teilnehmer müssen umdenken

Die Weltklimakonferenz gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Vereinten Nationen und ist mit mehreren Zehntausend Besuchern und Abgesandten mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden. Es geht um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, mit dem die Weltgemeinschaft die Erderhitzung auf unter zwei Grad begrenzen will. Dieses Jahr soll es unter anderem darum gehen, nach welchen Regeln Staaten mit Verschmutzungsrechten handeln können.

Eigentlich wechseln die Weltregionen sich mit der Konferenz ab, diesmal wäre Südamerika an der Reihe gewesen. Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg war unter anderem wegen der Klimakonferenz in Chile über den Atlantik gesegelt.

Am Montag soll endgültig über Madrid als Austragungsort entschieden werden, teilte die spanische Regierung am späten Abend mit.

Greta Thunberg fährt mit der "Malizia II" in den Hafen von New York ein. | Bildquelle: REUTERS
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Greta Thunberg - hier an Bord der "Malizia II" im Hafen von New York - wollte auch nach Santiago de Chile kommen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 31. Oktober 2019 um 22:15 Uhr.

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