UNMISS-Soldat im Südsudan

Vereinte Nationen USA kürzen Geld für UN-Missionen

Stand: 29.03.2018 09:02 Uhr

Trumps Regierung hatte es bereits angedroht, jetzt wird es offenbar Ernst: Künftig wollen die USA nur noch höchstens 25 Prozent der Kosten für Friedensmissionen der Vereinten Nationen übernehmen.

Die USA wollen ihren finanziellen Beitrag zur UN-Friedensmissionen kürzen. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, kündigte an, dass ihr Land in Zukunft nicht mehr als 25 Prozent der Kosten der Blauhelmtruppen übernehmen werde. Bislang deckten die Amerikaner 28,5 Prozent der Ausgaben.

Südsudan-Mission soll nicht gefährdet sein

Haley versprach, dass die USA die Kürzung in einer fairen und sinnvollen Weise vornehmen will. Die Missionen zur Stabilisierung und Friedenssicherung in Konfliktregionen wie im Kongo oder Südsudan sollten nicht gefährdet werden, sagte sie. Die Kürzungen waren bereits 2017 von der Regierung des US-Präsidenten Donald Trump angekündigt worden.

Deutschland ist viertgrößter Zahler

Die UN unterhalten ein eigenes Blauhelm-Budget, es umfasst für den Zeitraum zwischen Juli 2017 und Juni 2018 rund 6,8 Milliarden US-Dollar für 13 Missionen. Nach den USA, China und Japan ist Deutschland viertgrößter Zahler. Zwei weitere Missionen werden aus dem zentralen UN-Haushalt bezahlt. Die UN-Truppen haben eine Stärke von 110.000 Männern und Frauen.

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