Feuer auf dem Kilimandscharo | dpa

Feuer am Kilimandscharo Verhüllt von Feuer und Rauch

Stand: 13.10.2020 15:08 Uhr

An Afrikas höchstem Berg, dem Kilimandscharo, brennt es auf 3000 Metern Höhe weiter. Feuerwehrleute und Helfer versuchen, Geräte zur Bekämpfung des Feuers dorthin zu bringen. Ein großes Landschaftsgebiet ist bereits zerstört.

Am Kilimandscharo dauert der Kampf gegen die Flammen an: Rund 500 Feuerwehrleute und Helfer auf knapp 3000 Metern Höhe stemmen sich einer lodernden Feuerwalze entgegen. Sie versuchen, an der Südflanke des Kilimandscharos die Flammen zu löschen. Die Löscharbeiten in großer Höhe gestalten sich aber als schwierig, weil der lange Aufstieg zum Brandherd beschwerlich ist und Ausrüstung mitgeschleppt werden muss. Die Bergflanke ist weiter von einer dichten Qualmwolke verhüllt.

Helikopter zur Unterstützung

Ein Helikopter solle nun die Löscharbeiten an Afrikas höchstem Berg unterstützen, teilte Tansanias Nationalparkbehörde Tanapa mit. "Wir werden den Helikopter nutzen, um aus der Luft verwundbare Stellen auszumachen und schnell eingreifen zu können, sollte das Feuer in diese Regionen wandern." Die Flammen hätten sich nun in den östlichen Teil des Gebirgsmassivs verlagert und wanderten zum Rombo-Distrikt.

Heide- und Moorlandschaft zerstört

Wegen starker Winde hat das Feuer bereits ein großes Gebiet von Heide- und Moorlandschaft zerstört. Nach Beobachtungen von Anwohnern bewegen sich die Flammen nun auch bergab, in Richtung auf den darunter liegenden Regenwald. Der Brand war laut Nationalparkverwaltung am Sonntagabend ausgebrochen. Die Ursache ist bisher unbekannt. Zuletzt hatte es im Oktober 2016 am Kilimandscharo gebrannt.

Kilimandscharo:  Wahrzeichen Tansanias

Der Kilimandscharo mit seinen 5895 Metern Höhe gilt nicht nur als Afrikas höchster Berg, sondern auch als Tansanias Wahrzeichen. Er wird in normalen Zeiten von Zehntausenden Bergsteigern aus aller Welt bestiegen.

Wegen der Corona-Beschränkungen liegt der Tourismus derzeit aber am Boden. Dennoch seien weiterhin Bergsteiger im Gebirgsmassiv unterwegs zum Gipfel des Kilimandscharo, bestätigte Tanapa-Sprecher Pascal Shelutete. Sie würden über andere, ungefährdete Routen umgeleitet.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 13. Oktober 2020 um 06:45 Uhr.