COP24-Schriftzug in Kattowitz | Bildquelle: AFP

Klimagipfel in Kattowitz Warten auf das Ende

Stand: 15.12.2018 14:58 Uhr

Das Abschlussdokument der Klimakonferenz bleibt umstritten: CO2-Abgasmärkte, die Bewertung des IPCC-Berichts und die Sorgen der Inselstaaten - darum wird in Kattowitz noch immer gerungen.

Von Ralf Geißler, MDR, zzt. Kattowitz

Die Konferenz tagt noch, doch die ersten bauen schon ab. Am Stand von Österreich werden Kabel eingerollt und die Verzierung wird abgeschraubt. Wenigstens der Bauarbeiter weiß schon, wann er nach Hause darf. "Am Montag sind wir hier fertig", sagt er.

Wann die Delegierten das Abschlussdokument fertig haben, will dagegen keiner mehr so genau sagen. Erst sollte es gestern 22 Uhr werden, dann 4 Uhr, 10 Uhr, 12 Uhr. Inzwischen hoffen alle auf den späten Nachmittag. Einer der letzten Hauptstreitpunkte drehe sich um CO2-Abgasmärkte, sagt der deutsche Verhandlungsführer Karsten Sach: "Da geht es darum sicherzustellen, dass bei der Überführung des alten Marktsystems in das neue keine Einheiten doppelt gezählt werden. Dass wir die Umweltintegrität sicherstellen. Und da haben einige Staaten noch sehr spezifische Interessen. Und da sind wir bisher nicht zusammengekommen."

Abbau beim Klimagipfel | Bildquelle: AFP
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Handwerker beim Abbau am österreichischen Stand

Ringen um die Bewertung des IPCC-Berichts

Es sind vor allem technische Fragen, die der Klimagipfel klären muss. Denn am Ende soll ein Regelbuch stehen, das detailliert festlegt, wie man die globale Erwärmung begrenzen kann. Doch auch um eine grundsätzliche Frage wird noch gerungen: Welches Gewicht soll der neueste Bericht des Weltklimarates IPCC im Abschlussdokument haben?

Dieser mahnt, bereits eine Erwärmung der Erde um 1,5 Grad Celsius könne dramatische Folgen haben, erzählt Sven Härmeling von der Hilfsorganisation Care: "Es gibt eine Reihe von besonders verletzlichen Entwicklungsländern, die klar gesagt haben: Wenn der IPCC-Bericht hier nicht vernünftig im Abschlusstext anerkannt wird und damit klar weiter gearbeitet wird, dann können wir dem nicht zustimmen."

UN-Klimakonferenz: Teilnehmerstaaten ringen um gemeinsame Abschlusserklärung
tagesschau 17:00 Uhr, 15.12.2018, Olaf Bock, ARD Warschau zzt. Kattowitz

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Alle werden vertröstet

Auch Martin Kaiser von Greenpeace hält das für einen der offenen Knackpunkte: "Und jetzt stellt sich die Frage: Wo steht Europa? Wird es die kleinen Inselstaaten unterstützen, wird Frau Schulze die kleinen Inselstaaten unterstützen oder steht sie auf der Seite von Russland oder Saudi-Arabien." Bislang zählte sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze selbst zu den ambitionierten Teilnehmern in Kattowitz.

Deutschland ist Teil der "High Ambition Coalition" - einer Koalition der Ehrgeizigen. Doch am Ende muss es einen Text geben, mit dem alle hier leben können. Und so muss Konferenzpräsident Michal Kurtyka Beobachter und Journalisten wieder und wieder vertrösten: "Wir werden Sie informieren, wenn es Fortschritte gibt."

Warten auf den Durchbruch beim Klimagipfel
Ralf Geißler, MDR
15.12.2018 14:28 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. Dezember 2018 um 15:00 Uhr.

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