Zwei ausgebrannte Autos vor der chinesischen Botschaft | Bildquelle: AFP

Terrorismus in Pakistan Tote bei Attacke auf Chinas Konsulat

Stand: 23.11.2018 11:52 Uhr

Angreifer haben versucht, das chinesische Konsulat in Karatschi zu stürmen. Mehrere Menschen wurden getötet. Regionale Militante reklamierten die Tat für sich. Auch im Nordwesten Pakistans gab es einen Anschlag.

Bei einem Angriff auf das chinesische Konsulat in der südpakistanischen Hafenmetropole Karatschi sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Zwei davon seien Polizisten gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Auch drei Angreifer seien getötet worden.

Am Morgen waren erst eine Explosion und danach Schüsse zu hören gewesen. Der Polizeichef Karatschis sagte, drei Angreifer hätten versucht, das chinesische Konsulat zu stürmen. Einer sei noch außerhalb des Konsulats getötet worden, zwei weitere hätten es in die Visaabteilung geschafft und seien dort getötet worden. Es sei kein Chinese verletzt worden.

Fernsehbilder zeigten, wie eine schwarze Rauchwolke über dem Gebiet aufstieg. Es war weitgehend abgeriegelt worden. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch weitere diplomatische Einrichtungen, darunter das russische Konsulat.

Sicherheitskräfte nach dem Anschlag in Karatschi | Bildquelle: AP
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Sicherheitskräfte riegelten den Anschlagsort weiträumig ab.

Militante Belutschen reklamieren Tat für sich

Die "Befreiungsarmee Belutschistan" reklamierte die Tat für sich. Sie lehnt chinesische Investitionen in der Gegend ab. Belutschische Militante kämpfen seit vielen Jahren gegen den Staat. Sie verlangen unter anderem, dass die Provinz mehr an den Einnahmen aus ihren Bodenschätzen erhält.

China ist ein enger Verbündeter Pakistans und großer Investor. Chinesische Staatsbürger und Projekte wurden schon mehrmals von islamistischen oder nationalistische Militanten angegriffen. Außenminister Machmud Kureschi nannte den Angriff einen "feigen Versuch, die pakistanisch-chinesischen Beziehungen zu sabotieren".

Dutzende Tote bei weiterem Anschlag

Einen weiteren Anschlag gab es in Nordwestpakistan. Ein Selbstmordattentäter zündete vor einer Koranschule eine Sprengstoffweste. Mindestens 25 Menschen wurden laut Behördenangaben getötet, weitere 38 Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Zu der Tat an dem Obstmarkt im Bezirk Orakzai in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa bekannte sich bisher niemand.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 23. November 2018 um 07:45 Uhr.

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