Luftaufnahmen der kanadischen Provinz Quebec zeigen das Ausmaß der Fluten. | Bildquelle: AP

10.000 Evakuierungen Kanada kämpft weiter mit Hochwasser

Stand: 01.05.2019 02:59 Uhr

Die Lage im überfluteten Südosten Kanadas bleibt angespannt: Inzwischen kämpfen hier mehr Soldaten gegen das Hochwasser als in Auslandseinsätzen. 10.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Von Kai Clement, ARD-Studio New York

Gepanzerte Fahrzeuge rollen die unter Wasser stehende Straße am Flussufer entlang. Inzwischen setzt Kanada mehr Soldaten als Ersthelfer gegen die Flut ein als in Auslandseinsätzen.

Verteidigungsminister Harjit Sajjan hat jetzt erklärt, inzwischen seien es 2600 Soldaten, die in Ontario mit der Hauptstadt Ottawa, in Quebec mit der Millionenstadt Montreal und in New Brunswick im Osten Kanadas gegen die Fluten kämpften, Sandsäcke füllten und bei Evakuierungen helfen würden.

Schweres Frühjahrshochwasser im Osten Kanadas
tagesschau 14:30 Uhr, 01.05.2019

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6500 Häuser unter Wasser

Allein in der Provinz Quebec stehen inzwischen fast 6500 Häuser unter Wasser, weitere 3500 sind eingeschlossen, fast 10.000 Menschen mussten evakuiert werden. Die Vorhersage kündigt weitere starke Regenfälle an, teilweise durchsetzt mit Schnee.

"Katastrophenhilfe haben wir wegen des Klimawandels ganz oben auf der Liste. Leider müssen wir noch mehr machen."

Ein Auto steht in einem Vorort von Montreal unter Wasser. | Bildquelle: AFP
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Ein Auto steht in einem Vorort von Montreal unter Wasser.

Kanadas Verteidigungsminister Harjit Sajjan warnt zudem, man müsse womöglich die Truppen aufstocken, die auf solche Katastrophen im Inland reagieren könnten.

Deiche brechen

Längst nicht überall haben die Barrieren gehalten. So ist in der Nähe von Montreal ein natürlicher Deich gebrochen. Der Sender CBC zeigt das selbst aufgenommene Video einer Frau aus dem am Seeufer gelegenen Sainte-Marthe-sur-le-Lac. In Tränen aufgelöst besichtigt Valerie das, was einmal ihre Wohnung war - und zwar vom Kanu aus. Langsam schiebt sich das Boot an Möbeln vorbei. Schätzungsweise einen Meter hoch dürfte das Wasser stehen.

Viele Orte entlang des Flusses in Quebec und Ontario erleben eine ähnlich verheerende Situation, wie erst vor zwei Jahren - bei dem letzten schlimmen Hochwasser. Manche Orte hatten sogar vergangenes Jahr erneut mit Fluten zu kämpfen, wie Randolph Island bei Saint John in New Brunswick.

Soldaten kämpfen in Ottawa mit Sandsäcken gegen die Fluten. | Bildquelle: AP
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Soldaten kämpfen in Ottawa mit Sandsäcken gegen die Fluten.

Wiederkehrende Fluten fordern ihren Tribut

Bill Lawlor vom Roten Kreuz spricht von einem lang andauernden Stress für die Familien, der inzwischen seinen Tribut fordere.

Der von den Fluten besonders betroffene Ottawa River könnte nun jederzeit seinen Höchststand erreichen. Ab dann, so die Hoffnung, ist Besserung in Sicht und das Aufräumen kann beginnen. Und das Umdenken, so Verteidigungsminister Harjit Sajjan.

"Wir müssen in ganz Kanada auf allen Regierungsebenen überlegen, wie man solche Krisen im Vorfeld besser entschärfen kann, damit es nicht nur um eine Reaktion darauf geht."

Kanadas Kampf gegen das Hochwasser
Kai Clement, ARD New York
01.05.2019 08:14 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Mai 2019 um 04:57 Uhr.

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