Die Finanzchefin des chinesischen Handy-Herstellers Huawei, Meng. | Bildquelle: dpa

Huawei-Managerin in Kanada Der Auslieferung einen Schritt näher

Stand: 01.03.2019 21:35 Uhr

Die Regierung Kanadas ist bereit, die Managerin des Konzerns Huawei an die USA auszuliefern. Sie war Anfang Dezember auf Antrag der USA festgenommen worden. Ihr wird Bankbetrug vorgeworfen.

Die kanadische Regierung ist grundsätzlich bereit, die festgehaltene Managerin des chinesischen Telekom-Konzerns Huawei in die USA auszuliefern.

Das kanadische Justizministerium teilte mit, man habe das Prozedere für eine Auslieferung von Meng Wanzhou in Gang gesetzt. Dies sei aber zunächst nur der erste Schritt. Als nächstes werde sich am kommenden Mittwoch der Oberste Gerichtshof von British Columbia mit dem Fall befassen und eine Anhörung dazu ansetzen.

Verstöße gegen Iran-Sanktionen vorgeworfen

Meng ist die Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei. Sie war Anfang Dezember auf Antrag der USA in Kanada festgenommen worden. Der Managerin wird Bankbetrug im Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen. Die US-Regierung hatte ihre Auslieferung verlangt.

Mit Mengs Festnahme war zwischen Washington und Peking ein neuer Konflikt entbrannt. Der Fall ist Teil einer größeren Auseinandersetzung der USA mit dem chinesischen Telekom-Riesen Huawei.

Das US-Justizministerium hat Anklage gegen den Konzern und Tochterfirmen erhoben. Dem weltgrößten Telekomausrüster und zweitgrößten Handyhersteller werden Verstöße gegen Iran-Sanktionen, Geldwäsche, Betrug, Verschwörung zur Behinderung der Justiz und Industriespionage vorgeworfen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 01. März 2019 um 21:44 Uhr.

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