Schlammlawine in Nordkalifornien | Bildquelle: AP

Brandgebiete in Kalifornien Sturzfluten in Paradise

Stand: 30.11.2018 09:23 Uhr

Nach dem Feuer nun der Regen: Drei Wochen nach den verheerenden Waldbränden in Nordkalifornien gefährden Sturzfluten und Überschwemmungen das Gebiet. Viele Menschen mussten aus ihren Autos gerettet werden.

Nach den Waldbränden machen dem Unglücksgebiet im Norden Kaliforniens nun Sturzfluten zu schaffen. Rund um die abgebrannte Ortschaft Paradise setzten heftige Regenfälle Straßen unter Wasser. Die Behörden im Bezirk Butte County ließen gefährdete Gebiete durch Evakuierungen räumen. Bäume wurden entwurzelt und Strommasten aus der Verankerung gehoben.

Mehrere Menschen seien auf überfluteten Straßen aus ihren Fahrzeugen gerettet worden, teilte Behördensprecher Rick Carhart der Zeitung "San Francisco Chronicle" mit.

Autofahrer saßen auf überfluteten Straßen fest

Auch aus Gegenden, die nicht vom schweren Waldbrand betroffen waren, seien Sturzfluten gemeldet worden.

Per Boot hätten Einsatzkräfte in der Stadt Chico etliche Anwohner aus drei überschwemmten Häusern befreit, sagte ein Sprecher der Forst- und Feuerschutzbehörde.

Ein Schild warnt vor Sturzfluten | Bildquelle: AP
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Eine Warnung vor Sturzfluten im Trabuco Canyon

"Camp Fire" forderte fast 90 Menschenleben

Am 8. November war die Region vom sogenannten "Camp Fire" heimgesucht worden, das sich rasch durch mehr als 600 Quadratkilometer trockenes Strauch- und Waldland weit im Norden von San Francisco fraß.

Fast 90 Menschen kamen um - so viele Todesopfer hatte es bei einem Waldbrand in den USA seit 100 Jahren nicht gegeben. Tausende Gebäude gingen in Flammen auf, die Stadt Paradise wurde komplett zerstört. Zuletzt brachte die Feuerwehr den Waldbrand vollständig unter Kontrolle.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. November 2018 um 11:00 Uhr.

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