Feuerwehrleute kämpfen in Kalifornien gegen die Waldbrände | Bildquelle: AFP

Kalifornien Ursachenforschung inmitten der Flammen

Stand: 13.11.2018 05:58 Uhr

Tausende Häuser sind verbrannt, mindestens 42 Menschen wurden getötet. In Kalifornien wüten weiter verheerende Waldbrände. Die Frage, wer eine Mitschuld daran trägt, beschäftigt viele.

Von Nicole Markwald, ARD-Studio Los Angeles

Montagnachmittag, nördlich von Los Angeles: Dicke Rauchwolken wälzen sich entlang eines Highways. Das Gras nahe des Seitenstreifens steht in Flammen. Brandmeister Mark Lorenzen erzählt, dass gerade erst zwei neue Brände ausgebrochen seien. Man stecke mitten in der gefährlichen Phase, die neue Feuer möglich mache. Damit seien die bereits bestehenden Brände also nicht das einzige Problem, so Lorenzen.

42 Todesopfer beim "Camp Fire"

Es brennt weiterhin, im Norden und im Süden des bevölkerungsreichsten Bundesstaates der USA. Bei dem so genannten "Camp Fire" im Norden wurden nach neuesten Angaben mehr als 7100 Häuser und Gebäude zerstört. 42 Menschen kamen ums Leben, über 200 werden noch vermisst. Rechtsmediziner durchkämmen die verbrannten Reste des Städtchens Paradise auf der Suche nach weiteren Opfern.

Die Region im Norden Kaliforniens ist bekannt für seine Redwoods, die Mammutbäume, und die vielen Weingüter - nun wurde zwischen San Francisco und Sacramento die schlechteste Luft im gesamten Land gemessen. Parallel wuchs das so genannte "Woolsey Feuer" im Süden des US-Staats auf mehr als 370 Quadratkilometer an. Die Feuerwehr hatte bereits am Wochenende von zwei Toten durch diesen Brand gesprochen. Es verbrannten mehr als 300 Gebäude.

Insgesamt mussten in Kalifornien 300.000 Menschen ihre Häuser verlassen, berichtet der Fernsehsender CNN.

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Heftige Waldbrände in Kalifornien

Feuer in Kalifornien

Mehrere verheerende Feuer wälzen sich durch Kalifornien, so etwa das "Camp Fire" bei Paradise und - auf diesem Foto - das Woolsey-Feuer in der Nähe Malibus. | Bildquelle: AFP

Brandursache unklar

Unklar ist noch immer die Ursache der Brände. Wie bereits 2017 hatte Kalifornien auch in diesem Jahr einen ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer - dazu kommen die für diese Jahreszeit typischen Santa-Ana-Winde und ausgetrocknetes Terrain - der perfekte Nährboden für schnell wachsende, intensive Brände.

Die Kritik von US-Präsident Donald Trump, dass die schlechte Waldbewirtschaftung Grund für die schweren Brände sei, wies der Gouverneur des Bundesstaates vehement zurück. Jerry Brown sagte: "Wir können die Wälder bewirtschaften, so viel wir wollen - das stoppt den Klimawandel auch nicht. Und diejenigen, die den in Frage stellen, tragen zu den Tragödien bei, wie wir sie gerade erleben und weiter erleben werden."

 

Waldbrände breiten sich in Kalifornien aus
Morgenmagazin, 13.11.2018, Verena Bünten, ARD Washington

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Millionen Wohnhäuser in gefährdeten Gebieten

Doch es gibt Faktoren, die das Leben in Kalifornien gefährlicher machen: Mehr Menschen leben heute in Feuer-gefährdeten Regionen, wie in der Nähe von großen unerschlossenen, bergigen Gebieten, wo Brände schnell neue Nahrung finden und schwer von den Einsatzkräften zu stoppen sind. Schätzungen zufolge sind im Westen der USA 1,8 Millionen Wohnhäuser einem hohen Feuerrisiko ausgesetzt.

"Es könnte mehr Brände geben", warnte der Meteorologe Chad Myers auf CNN. "Der Wind wird wieder stärker, insbesondere südlich von Los Angeles Richtung San Diego." Myers und viele andere fürchten, dass die Tragödie der vergangenen Tage erst der Anfang für die diesjährige Waldbrandsaison sind.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. November 2018 um 20:00 Uhr.

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