Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Flammen. | Bildquelle: AP

Kalifornien Verzweifelter Kampf gegen die Flammen

Stand: 12.11.2018 20:03 Uhr

Die Feuerwehr bekommt die Waldbrände in Kalifornien nicht unter Kontrolle. Das Wetter arbeitet gegen die Einsatzkräfte - und die Zahl der Opfer dürfte steigen. Noch immer werden Hunderte vermisst.

Von Nicole Markwald, ARD-Studio Los Angeles

Es wird noch dauern, bis die Feuer in Kalifornien unter Kontrolle sind. Zumindest deuten darauf die aktuellen Zahlen hin: Das Camp Fire im Norden des Bundesstaates ist zu gerade mal 25 Prozent eingedämmt, das sogenannte Woolsey Fire im Süden nahe Los Angeles zu 20 Prozent. Das Wetter arbeitet gegen die Einsatzkräfte. Die geringe Luftfeuchtigkeit und zunehmender Wind machen es den Flammen leicht, sich weiter durch die Landschaft zu fressen. Funken tänzeln durch die Luft, lassen sie sich auf dem ausgetrockneten Boden nieder, wird die Brandfläche sofort größer.

Immer wieder habe er in den vergangenen Jahren gesehen, wie desaströs die Feuer sind, sagt Feuerwehrmann Lucas Spelman. Er spricht von einem neuen Zeitalter der Feuerbekämpfung. 8000 Kräfte aus Kalifornien und benachbarten Bundesstaaten sind aktuell im Einsatz, Tag und Nacht.

Die Feuerwehr wagt eine düstere Prognose

Der Gouverneur Jerry Brown muss erneut den Feuermanager in Chief geben, wie schon im vergangenen Jahr - dem bislang schlimmsten in der Geschichte Kaliforniens mit seinen vielen Bränden. Wir müssen zusammenhalten, gemeinsam diese Tragödien überstehen, sagt Brown. Und er wagt eine düstere Zukunftsprognose: Diese Dinge seien Teile unserer Zukunft, sagt er, und sie könnten auch noch schlimmer werden.

Noch wird nur am Rande darüber gesprochen, was sich ändern muss, damit Zerstörung dieses Ausmaßes und so großes menschliches Leid nicht auch Teil der Zukunft sind. Zu groß ist im Moment die Ohnmacht über die Bilder der glutroten Feuerwalzen, die Bäume, Häuser, Autos unter sich begraben.

Ein Feuerwehrmann vor einem brennenden Gebäude bei Malibu | Bildquelle: AP
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Ein Feuerwehrmann vor einem brennenden Gebäude bei Malibu: Das Wetter facht die Feuer weiter an.

Die Hoffnung bleibt

Und es sind traurige Schicksale: Eine Mutter kann ihren Sohn nicht erreichen. Im US-Fernsehen zeigt sie sich zuversichtlich: "Mein Sohn kriegt das hin. Er ist Jäger und campt gern, weiß, wie er über die Runden kommt", sagt sie. "Ich hoffe, er hat irgendwo an einem Bach Zuflucht gefunden." Sie klammert sich an diese Hoffnung. Sie gibt aber zu, Angst zu haben, dass ihr Sohn es nicht geschafft hat.

31 Menschen sind bislang umgekommen, mehr als 200 werden vermisst. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt. Früher hängte man bei Unglücken Suchaufrufe an Schwarze Bretter oder einfach an Laternenpfähle - nun machen sie auf Twitter die Runde. Ein Foto, Name und Alter der Vermissten und wo sie zuletzt gesehen wurden - "bitte helft" - "please help".

 

Schwerste Brände in Kalifornien
tagesschau 20:00 Uhr, 12.11.2018, Claudia Buckenmaier, ARD Washington

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Viele Vermisste, schlechte Wetteraussichten bei Waldbränden in Kalifornien
Nicole Markwald, ARD Los Angeles
12.11.2018 19:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. November 2018 um 20:00 Uhr.

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