Brennendes Gebäude in Paradise | Bildquelle: PETER DASILVA/EPA-EFE/REX/Shutte

Waldbrände in Kalifornien Zehntausende auf der Flucht

Stand: 09.11.2018 22:39 Uhr

In Kalifornien fliehen Zehntausende Menschen vor den verheerenden Waldbränden. Behörden melden erste Tote. Im Süden brannte es in der Nähe von Los Angeles. Die für ihre Strände bekannte Küstenstadt Malibu ist bedroht.

Bei den Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien hat es nach Angaben von Behörden mehrere Tote und Verletzte gegeben. Fünf Menschen seien tot in verbrannten Autos in der nordkalifornischen Kleinstadt Paradise gefunden worden, sagte ein Sprecher. Paradise ist besonders schwer zerstört. Ein Sprecher der kalifornischen Feuerwehr erklärte, dort habe das "Camp Fire" schätzungsweise tausend Gebäude zerstört. 

Wegen weiterer Brände wurde die Evakuierung von 75.000 Häusern in den Bezirken Ventura und Los Angeles angeordnet. Zu der Anzahl von Menschen, die vor den Bränden flohen, gibt es unterschiedliche Angaben. Ein Feuerwehrsprecher nannte 27.000 Flüchtende, Katastrophenschutzleiter Mark Ghilarducci sprach hingegen von 157.000 Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten.

Waldbrände in Kalifornien: Zehntausende sind auf der Flucht
09.11.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Malibu von Bränden bedroht

Betroffen waren auch große Teile des Nobel-Badeorts Malibu in der Nähe von Los Angeles. Der kalifornische Interimsgouverneur Gavin Newsom rief für die Brandgebiete den Notstand aus. Die Behörden ordneten erneut die Evakuierung von Malibu an. Die Anordnung war zuvor zurückgefahren worden. In Malibu leben etwa 13.000 Menschen, darunter zahlreiche Hollywood-Stars.

Bei anhaltend sommerlichen Temperaturen und Trockenheit ist die Feuergefahr an der US-Westküste hoch. Starke Winde erschwerten die Lage. Der nationale Wetterdienst sprach von extremen Bedingungen und warnte vor weiteren Bränden.

Das Feuer war Berichten zufolge binnen weniger Stunden auf eine Fläche von mehr als 70 Quadratkilometern angewachsen. Die bis zu 15 Meter hohen Flammen breiteten sich auch wegen des Windes weiter aus.

Medizinisches Personal bringt Medikamente an einen Einsatzort. | Bildquelle: dpa
galerie

Die nordkalifornische Kleinstadt Paradiese ist besonders stark zerstört - Helfer müssen Tausende Menschen versorgen.

Waldbrände auch im Süden

Auch im Süden des Bundesstaates, im Bezirk Ventura County, seien Waldbrände ausgebrochen, schrieb die "Los Angeles Times". Kaliforniens Feuerbehörde CalFire twitterte Bilder von den Feuern aus den verschiedenen Kreisen.

Im Sommer wüteten zahlreiche Großbrände, darunter auch in der Nähe des berühmten Yosemite-Nationalparks. Das bei Touristen beliebte Yosemite-Tal war wegen starker Rauchentwicklung für Besucher wochenlang gesperrt.

Kalifornien erlebt eines der schlimmsten Waldbrandjahre in seiner Geschichte. Bislang fiel fast doppelt so viel Fläche wie im Vorjahreszeitraum den Flammen zum Opfer und fast das dreifache Gebiet wie im Fünfjahresdurchschnitt.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 09. November 2018 um 21:45 Uhr.

Darstellung: