Afghanisches Sicherheitspersonal und Feuerwehrleute reinigen den Ort eines Selbstmordanschlags in der Nähe der Militärakademie in Kabul. | Bildquelle: AFP

Afghanistan Tote bei Anschlag auf Militärakademie

Stand: 30.05.2019 16:23 Uhr

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Militärakademie in Kabul sind mindestens sechs Menschen getötet und 16 verletzt worden. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" nahm den Anschlag für sich in Anspruch.

Afghanische Sicherheitskräfte untersuchen und reinigen den Tatort eines Selbstmordattentäters, der Kadetten der Marschall-Fahim-Universität für Landesverteidigung in Kabul galt. | Bildquelle: HEDAYATULLAH AMID/EPA-EFE/REX
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Aufräumarbeiten am Tatort vor der Militärschule in Kabul.

Ein Attentäter hat sich vor einer Militärakademie in Kabul in die Luft gesprengt und dabei mindestens sechs Menschen getötet. 16 weitere wurden verletzt. Er habe vor dem Eingangstor der Marshal Fahim National Defense University im Westen der afghanischen Hauptstadt einen Sprengsatz gezündet, sagte Polizeisprecher Firdaus Faramars. Der Angriff ereignete sich gegen Mittag. Zu diesem Zeitpunkt verlassen die Studenten während des Fastenmonats Ramadan üblicherweise die Akademie.

IS beansprucht Anschlag für sich

Die Universität ist nach dem ehemaligen Vizepräsidenten Mohammed Fahim benannt und bildet Offiziere für die afghanische Armee aus. In einem Anbau sind Dutzende NATO-Soldaten stationiert, die für die Kadetten als Mentoren zur Verfügung stehen.

Der afghanische Zweig der Terrormiliz "Islamischer Staat" nahm den Anschlag für sich in Anspruch, wie die IS-eigene Nachrichtenagentur Amaq mitteilte. Die Miliz behauptete, sie habe "50 Militärstudenten" getötet.

Ungeachtet der Friedensgespräche der USA mit den radikalislamischen Taliban reißt die Gewalt in Afghanistan nicht ab. Insbesondere Sicherheitskräfte wurden in den vergangenen Wochen vermehrt angegriffen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 31. Mai 2019 um 10:00 Uhr in den Nachrichten.

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