Joshua-Tree-Nationalpark | Bildquelle: AFP

Shutdown-Probleme Ein Park macht dicht

Stand: 10.01.2019 02:32 Uhr

Weil die Politiker in Washington über den Haushalt streiten, fehlen im fernen Joshua-Tree-Nationalpark Mitarbeiter. Die Folge: Müll, Autospuren, verstopfte Toiletten. Nun wird der Park geschlossen.

Von Nicole Markwald, ARD-Studio Los Angeles

Vier Millionen Touristen kommen jedes Jahr in den Joshua-Tree-Nationalpark. Die Wüstenlandschaft im Südosten Kaliforniens zieht die Besucher aus mehreren Gründen an: die Bäume, die Einsamkeit, die Weite, dazu Wanderpfade und Felsformationen.

Doch im Moment bietet der Park auch allerlei Unappetitliches: Müllhaufen und verstopfte Toiletten. Viele Besucher erleichtern sich am Wegesrand. Doch das ist nicht alles, wie der freiwillige Helfer John Lauretic dem Sender KRDO erzählt: Die Leute würden ihre Zelte aufschlagen, wo sie nicht sollten, und in Parkabschnitte fahren, die eigentlich nicht zugänglich sind. Im Joshua-Tree-Nationalpark sind in den vergangenen drei Wochen neue Trampelpfade entstanden, Autospuren finden sich überall. Selbst die namensgebenden Bäume blieben nicht verschont - Besucher ritzten ihre Initialen ein.

Joshua-Tree-Nationalpark | Bildquelle: MIKE NELSON/EPA-EFE/REX
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Ein Ranger des Nationalparks am Black-Rock-Campingplatz

Auf unbestimmte Zeit geschlossen

Es sind die Folgen des Haushaltsstreits im fernen Washington. Der Regierungsapparat steht still, weil Präsident Donald Trump sich weigert, einen Haushaltsentwurf zu unterschreiben, in dem nicht mehr als fünf Milliarden Dollar für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko vermerkt sind. Knapp 800.000 Staatsbedienstete sind betroffen, darunter auch 16.000 Park-Mitarbeiter, die nach Hause geschickt wurden. Es fehlt nun an Personal, das den Park in Schuss hält, die 30 Dollar Eintrittsgeld abkassiert, Toiletten reinigt oder aushilft, wenn sich jemand verletzt.

Bereits in der vergangenen Woche wurden aus Sicherheits- und Hygienegründen die Campingplätze im Joshua-Tree-Nationalpark geschlossen. Nun entschied die Bundesverwaltung, den Park ganz dicht zu machen. Am Donnerstagmorgen um 8 Uhr Ortszeit senkt sich der Schlagbaum - auf unbestimmte Zeit.

Die Zeit wollen die verbliebenen Park-Mitarbeiter nutzen, um aufzuräumen und aufzupäppeln. Lauretic sagt, die Landschaft sei sehr empfindlich und brauche nun Zeit sich zu erholen.

Joshua-Tree-Nationalpark | Bildquelle: REUTERS
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Mitarbeiter des Joshua-Tree-Nationalparks nutzen die Schließung, um aufzuräumen.

Shutdown: Joshua Tree Nationalpark macht dicht
Nicole Markwald, ARD Los Angeles
09.01.2019 23:43 Uhr

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Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 10. Januar 2019 um 02:24 Uhr.

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