Proteste in jordanischer Hauptstadt Amman  | Bildquelle: REUTERS

Proteste gegen Sparmaßnahmen Jordanier geraten mit Polizei aneinander

Stand: 02.06.2018 11:27 Uhr

Jordanien ist eines der wenigen stabilen Länder der Arabischen Welt. Doch weil die Regierung Sparmaßnahmen und Preiserhöhungen angeordnet hat, gibt es jetzt auch hier - teils heftige - Proteste.

Hunderte Jordanier haben in ihrer Hauptstadt Amman gegen von der Regierung angeordnete Preis- und Steuererhöhungen protestiert. "Das Volk will die Regierung stürzen", riefen die Demonstranten am späten Freitagabend vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Hani al-Mulki. Dabei kam es auch zu Zusammenstößen mit der Polizei, die versuchte, die Demonstranten vom Gebäude fern zu halten.

Proteste in jordanischer Hauptstadt Amman | Bildquelle: dpa
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Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei bei Proteste in Amman gegen die von der Regierung angeordneten Preis- und Steuererhöhungen.

Konflikte in Nachbarländern

Zuvor hatte es bereits eine Reihe von Protesten gegen Sparmaßnahmen gegeben, die internationale Kreditgeber von Jordanien fordern. Das Land versucht derzeit, seine steigenden öffentlichen Schulden zu reduzieren.

Die jordanische Wirtschaft ist wegen der Auswirkungen der Konflikte in der Region in Schwierigkeiten geraten. Jordanien grenzt unter anderem an Syrien und den Irak - zwei Länder in denen Krieg herrscht. Das Land, das selbst nur rund neun Millionen Einwohner hat, hat nach Angaben der Regierung mehr als eine Million Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen.

Karte mit Jordanien, Hauptstadt Amman, Libanon, Syrien, Irak, Israel, Ägypten, Saudi-Arabien, Westjordanland
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Jordanien und seine Nachbarn.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell (Hörfunk) am 04. Juni 2018 um 15:11 Uhr.

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