Rettungskräfte am Anschlagsort | Bildquelle: REUTERS

Jemen 60 Gefangene bei Luftangriff getötet

Stand: 01.09.2019 12:13 Uhr

Im Jemen sind bei Luftangriffen nach Angaben der Huthi-Rebellen mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Die Attacke habe ein Gebäude getroffen, das als Gefängnis genutzt werde.

Bei einem Luftangriff im Südwesten des Jemens sind nach Angaben der Huthi-Rebellen mindestens 60 Menschen getötet worden, die von ihnen gefangengehalten wurden. Weitere 50 Personen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des von den Huthis kontrollierten Gesundheitsministeriums dem Fernsehsender Al-Masira. Kampfflugzeuge hätten ein Gebäude in der Provinz Dhamar bombardiert. Bei vielen Opfern handele es sich um Kämpfer der Regierung.

Unabhängig bestätigen lassen sich die Opferzahlen bisher nicht. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die gegen die Huthis im Jemen kämpft, bestätigte lediglich einen Angriff in Dhamar. Die Attacke habe ein Lager für Drohnen und Raketen getroffen, hieß es in einer Mitteilung der Koalition. Der Angriff sei in Einklang mit internationalem Recht erfolgt.

Mehrere Angriffe auf das Gebäude

Augenzeugen berichteten, dass Kampfflugzeuge etwa acht Angriffe auf das Gebäude geflogen hätten. Ein Sprecher des Gefangenenkomitees der Huthis sagte, der saudischen Koalition sei bekannt gewesen, dass in dem Gebäude Gefangene festgehalten wurden.

Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition bekämpft seit 2015 die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. Sie hatten zuvor große Teile des Nordjemens und die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. September 2019 um 12:00 Uhr in den Nachrichten.

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