Zerstörtes Gebäude in Sanaa. | Bildquelle: REUTERS

Krieg im Jemen Viele Tote bei Luftangriffen und Kämpfen

Stand: 26.12.2017 01:19 Uhr

Seit vom Jemen aus Raketen auf die saudi-arabische Hauptstadt Riad abgeschossen wurden, haben sich die Kämpfe in dem Land weiter verschärft. Seit Sonntag kamen mindestens 60 Menschen bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition ums Leben.

Im Bürgerkrieg im Jemen sind seit Sonntag mehr als 60 Menschen getötet worden. Wie Sicherheitskräfte mitteilten, wurden bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition in der westlichen Provinz Hodeida mindestens 53 Huthi-Rebellen getötet. Mehrere Krankenhäuser in der gleichnamigen Provinzhauptstadt bestätigten die Angaben. Zudem seien 63 Rebellen verletzt worden. Die Regierungstruppen zählten in ihren Reihen mindestens zwölf Tote und 19 Verletzte.

Folgen der Luftschläge im Jemen. | Bildquelle: AFP
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Die Luftschläge trafen auch dicht besiedelte Gebiete.

Strategisch wichtige Region

Aus der Provinz Hodeida wurde am 19. Dezember zum zweiten Mal eine Rakete auf die saudi-arabische Hauptstadt Riad abgeschossen. Seitdem haben sich die Luftangriffe sowie die Kämpfe am Boden verstärkt, beide Seiten stockten ihre Truppen in Hodeida auf. Die Provinz ist von strategischer Bedeutung, sie hat einen wichtigen Hafen am Roten Meer. Die gleichnamige Hauptstadt und der Hafen werden von den Huthis kontrolliert.

Im Jemen kämpfen die Truppen des nach Saudi-Arabien geflohenen sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen. Seit dem Eintritt der von Riad angeführten Militärkoalition in den Bürgerkrieg im Jahr 2015 wurden mehr als 8750 Menschen getötet und Zehntausende verletzt. Rund 8,4 Millionen Menschen sind nach UN-Angaben vom Hunger bedroht. Außerdem herrscht im Jemen eine dramatische Cholera-Epidemie.

Über dieses Thema berichtete am 26. Dezember 2017 NDR Info um 04:00 Uhr und die tagesschau um 04:40 Uhr.

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