Eine Frau blickt auf ihr durch die Überschwemmungen zerstörtes Haus | AFP

Überschwemmungen in Japan Weitere Tote nach neuen Gewittern

Stand: 09.07.2020 08:25 Uhr

Nach den schweren Unwettern in Japan ist die Zahl der Toten weiter gestiegen, Medien berichten von rund 60 Opfern. Gleichzeitig bedrohen neue, heftige Gewitter weitere Regionen Japans.

In Japan gehen die Rettungsarbeiten nach den heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen in Folge sintflutartiger Regenfälle weiter. Die Zahl der Toten durch den Regen, der am Wochenende begonnen hatte, stieg laut dem Fernsehsende NHK auf 62. Andere Quellen berichten von 59 Toten.

Ein Mann geht über Geröllmassen einen Abhang hinunter | AFP

Wegen der Erdutsche sind immer noch einige Gegenden von der Außenwelt abgeschnitten. Bild: AFP

Suche nach Vermissten geht weiter

Mehrere Menschen in der Region Kumamoto auf der südlichen Insel Kyushi werden noch vermisst. Die Einsatzkräfte, die vom Militär unterstützt werden, setzten ihre Suche nach ihnen fort. Es gab jedoch kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden. Hunderttausende Bewohner der Region wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Unterdessen suchte die Regenfront auch weite Gebiete im Westen und Osten des Inselreiches heim. Die Behörden warnten weiter vor der Gefahr durch Überschwemmungen und Erdrutschen.

Häufig Überflutungen

Insbesondere im Frühsommer hat Japan ein hohes Risiko, von heftigem Regen getroffen zu werden, da warme und feuchte Luft vom Ostchinesischen Meer über das Land strömt. Im Juli 2018 starben mehr als 200 Menschen wegen heftigen Regens und Überflutungen im Südwesten Japans. Der Meteorologiebehörde zufolge ist die Regenfront in der derzeitigen Saison ungewöhnlich lange über Japan geblieben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Juli 2020 um 09:00 Uhr.