James Franco  | Bildquelle: AFP

Vorwurf sexueller Nötigung Klage gegen James Franco

Stand: 04.10.2019 13:50 Uhr

Zwei Schauspielerinnen erheben massive Vorwürfe gegen US-Schauspieler James Franco. Er habe Nachwuchsdarstellerinnen sexuell genötigt, heißt es in einer Klage. Es ist nicht das erste Mal, dass Franco unter einem solchen Verdacht steht.

Dem US-Schauspieler und Regisseur James Franco wird erneut sexuelle Nötigung vorgeworfen. Die Schauspielerinnen Sarah Tither-Kaplan und Toni Gaal beschuldigen den Regisseur und seine Geschäftspartner unter anderem der Diskriminierung, sexuellen Nötigung, Einschüchterungen und falschen Versprechungen. Eine entsprechende Klage reichten die zwei Schauspielerinnen vor einem Gericht in Los Angeles ein.

An seiner inzwischen geschlossenen Filmschule habe Franco die Teilnehmerinnen dazu gedrängt, mit freiem Oberkörper vorzusprechen und Sexszenen in überflüssiger Nacktheit darzustellen. Dazu seien Richtlinien, die für das Filmen von Sexszenen in der Filmindustrie Standard seien, nicht eingehalten worden, heißt es in der Klage. Die beiden Frauen fordern Schadenersatz sowie eine Entschuldigung von Franco und seinen Geschäftspartnern. Zudem verlangen sie die Übergabe oder Zerstörung der angefertigten Videoaufnahmen.

Franco wehrt sich

Francos Anwalt, Michael Plonsker, teilte mit, dass die Vorwürfe der Klage bereits widerlegt worden seien. Franco werde zudem Schadenersatz für "diese verleumderische Klage, die nach Publicity strebt", von den Klägerinnen und deren Anwälten fordern.

In einem Artikel in der "Los Angeles Times" hatte Tither-Kaplan Franco bereits 2018 sexuelle Belästigung vorgeworfen. Der Schauspieler hatte die Vorwürfe damals in einem Interview zurückgewiesen. Sollte er etwas falsch gemacht haben, wolle er es aber wiedergutmachen, erklärte Franco. Kurz zuvor war der Schauspieler bei der Golden-Globe-Verleihung - wie viele andere Stars auch - mit einem "Time's Up"-Anstecker erschienen, um Solidarität mit der #MeToo-Bewegung zu zeigen, die sexuelle Übergriffe anprangert.

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