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Ärmelkanal Entspannung im Jakobsmuschel-Streit

Stand: 06.09.2018 00:12 Uhr

In den vergangenen Wochen war der Konflikt zwischen französischen und britischen Fischern um Fangauflagen für Jakobsmuscheln im Ärmelkanal eskaliert. Nach Gesprächen in London zeichnet sich nun eine Lösung ab.

Im Streit um unterschiedliche Fangauflagen für Jakobsmuscheln im Ärmelkanal stehen die Zeichen zwischen französischen und britischen Fischern auf Entspannung. Wie der französische Agrarminister Stéphane Travert mitteilte, habe es bei einem Treffen britischer und französischer Fischer in London Fortschritte gegeben. Für eine Abmachung sei ein weiteres Treffen an diesem Freitag in Paris geplant.

Der Präsident des französischen Fischerei-Komitees, Gérard Romiti, sprach nach den Gesprächen in London gar von einer Beilegung des Streits. "Wir haben die Vereinbarung von 2017 erneuert", so Romiti. Demnach sieht die neue Übereinkunft eine zeitliche Begrenzung des Jakobsmuschel-Fangs für alle Fischkutter ab 15 Metern Länge vor.

Britische und Französische Fischer kämpfen um die Jakobsmuscheln
tagesschau 12:00 Uhr, Gabor Halasz, NDR London

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Auch kleinere Kutter künftig mit Beschränkungen

Künftig sollen sich aber auch kleinere britische Kutter vor der französischen Küste Beschränkungen unterwerfen. Für kleinere Kutter gebe es nun eine "grundsätzliche Übereinstimmung", sagte Romiti. Im Gegenzug sollten die britischen Fischer Entschädigungen erhalten, deren Höhe noch festgelegt werden müsse.

Die Verhandlungen sollen am Freitag in Paris fortgesetzt werden. Die Regierungen Frankreichs und Großbritanniens bestätigten die Übereinkunft in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Grundsatzvereinbarung für britische Kutter mit weniger als 15 Metern Länge solle in den Vertrag von 2017 einfließen. Die Details würden am Freitag festgelegt.

In den vergangenen Wochen hatte sich französische und britische Jakobsmuschel-Fischer immer wieder harte Auseinandersetzungen auf dem Ärmelkanal geliefert: Während in Frankreich bis zum 1. Oktober eine Schonfrist für Jakobsmuscheln galt - zur Regeneration des Bestands, durften britische Fischer schon auf Fang gehen.

Streit war auf dem Wasser eskaliert

In der vergangenen Woche war der Streit auf dem Ärmelkanal eskaliert. Mehr als 40 kleine französische Fischerboote hatten versucht, ihre britischen Kollegen vom Jakobsmuschel-Fang abzuhalten. Auf dem Ärmelkanal wurde geschrien, gepöbelt, Boote wurden gerammt.

Der Präsident des normannischen Fischereiverbands, Dimitri Rogoff, hatte beklagt, die Briten hätten zuletzt "zum Nachteil der Franzosen" 35.000 Tonnen Jakobsmuscheln aus dem Ärmelkanal gefischt, die Franzosen aber nur 30.000 Tonnen.

Das französische Landwirtschaftsministerium hatte bereits erklärt, bei neuen Scharmützeln stehe die Marine zum Eingreifen bereit.

Mit Informationen von Sabine Wachs, ARD-Studio Paris

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. September 2018 um 12:00 Uhr.

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