Polizisten laufen an einem entgleisten Hochgeschwindigkeitszug im Norden Italiens entlang. | AFP

Italien Zug entgleist - mindestens zwei Tote

Stand: 06.02.2020 12:46 Uhr

In Norditalien ist auf der Strecke zwischen Lodi und Bergamo ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist. Zwei Lokführer kamen bei dem Unglück ums Leben. 27 Menschen wurden verletzt. Die Ursache ist noch unklar.

Im Norden Italiens ist ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist. Bei dem Unfall kamen zwei Lokführer ums Leben. Das teilten Behörden und die die Eisenbahngesellschaft mit. 27 Menschen seien verletzt worden, zwei der Reisenden hätten "ernste" Verletzungen erlitten. In Lebensgefahr schwebe aber keiner der Verletzten.

Das Unglück ereignete sich demnach im rund 50 Kilometer von Mailand entfernten Lodi auf der Strecke nach Salerno. Auf einem Video der Feuerwehr sind mehrere Waggons zu sehen, die auf die Seite gekippt sind. Da sich der Unfall in den frühen Morgenstunden gegen 5.30 Uhr ereignete, befanden sich nur rund 30 Fahrgäste im Zug, sagte der Präfekt der Provinz Lodi, Marcello Cardona.

Lok und Waggon entgleist

Die Nachrichtenagentur AP zitierte den Chef des zuständigen Zivilschutzes, Angelo Borrelli: Demnach sei die Lokomotive entgleist, habe sich dann vom Zug gelöst und sei noch ein Stück weitergerfahren. Dann sei einer der Waggon von den Gleisen abgekommen und umgekippt. Der Zug sei schließlich in ein Gebäude geprallt. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei der Zug mit etwa 300 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen.

Unglücksursache noch unklar

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist laut Borrelli bislang unklar. Die Staatsanwaltschaft und Polizei in der Lombardei nahmen Untersuchungen auf.

Der entgleiste Zug zählt laut AP zu de "Freccia Rossa"-Hochgeschwindigkeitszügen. Der Name bedeutet übersetzt so viel wie "roter Pfeil". Die Züge können eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 360 Stundenkilometern erreichen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 06. Februar 2020 um 09:45 Uhr.