Überflutetes Haus bei Palermo | Bildquelle: AFP

Anhaltende Unwetter Tote bei Überschwemmungen auf Sizilien

Stand: 04.11.2018 13:08 Uhr

Bei schweren Unwettern in Italien sind weitere Menschen ums Leben gekommen. Taucher bargen in der Nacht neun Leichen aus einem überfluteten Haus auf Sizilien. Dort war ein Fluss in kurzer Zeit rapide angestiegen.

Bei Überschwemmungen auf der süditalienischen Insel Sizilien sind zwölf Menschen ums Leben gekommen. In einem Landhaus bei Palermo ertranken neun Menschen. Taucher bargen ihre Leichen in einem "dramatischen Einsatz", wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte.

Der Bürgermeister des Ortes Casteldaccia sagte, bei den Toten handele es sich um die Angehörigen zweier Familien, die in dem Landhaus einen Geburtstag feiern wollten. Das Wasser des Flusses sei so schnell angestiegen, dass es in kürzester Zeit im Haus bis zur Decke gestanden habe. Nur durch Zufall hätten einige Familienmitglieder überlebt, da sie aus dem Haus gegangen seien, um etwas zu Essen zu holen. Einer habe sich auf einen Baum retten können. Unter den Toten seien auch zwei kleine Kinder und ein Jugendlicher.

Giovanni Di Giacinto berichtete weiter, der Fluss habe nie eine Gefahr dargestellt. Möglicherweise sei das Haus ohne Baugenehmigung errichtet worden, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft - es stehe "verdächtig" nahe am Flusslauf.

Schwere Unwetter in Italien
tagesschau 12:00 Uhr, 04.11.2018

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"Apokalyptische" Lage

Die Behörden auf der Insel teilten weiter mit, ein Mann sei zudem tot in seinem Auto aufgefunden worden. In der Provinz Agrigent starben zwei in Deutschland lebende Italiener, als ihr Auto von den Wassermassen eines über die Ufer tretenden Flusses erfasst wurde.

Seit nunmehr einer Woche sind weite Teile Italiens von Starkregen, Sturm und Gewitter betroffen. Mit den Toten von Sonntagnacht kamen mittlerweile mindestens 32 Menschen ums Leben. Die Situation im Norden des Landes hatte der Chef des Zivilschutzes am Samstag als "apokalyptisch" bezeichnet. Auf Sardinien wurde gestern eine deutsche Urlauberin von einem Blitz erschlagen.

Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern hatten Schneisen der Verwüstung in Wälder gerissen, Straßen wurden durch Erdrutsche verschüttet. In Norditalien fehlen vielerorts weiterhin Strom und Trinkwasser.

Tote bei Unwetter auf Sizilien
Lisa Weiß, ARD Rom
04.11.2018 15:41 Uhr

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Überflutetes Haus bei Palermo | Bildquelle: AFP
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Der kleine Fluss Milicia schwoll in Casteldaccia schnell an - neun Menschen konnten sich nicht mehr retten.

Mit Informationen von Lisa Weiß, ARD-Studio Rom

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. November 2018 um 07:00 Uhr in den Nachrichten.

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