Ein steht vor dem brausendem Meer | Bildquelle: AFP

Italien Tote bei schweren Unwettern

Stand: 30.10.2018 15:52 Uhr

Seit Tagen anhaltende Unwetter haben in Italien schwere Schäden angerichtet. Schulen wurden geschlossen, Straßen und Häfen gesperrt. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben.

Nach den schweren Stürmen in Italien ist die Zahl der Opfer weiter angestiegen. Seit Montag kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, teilten die Behörden mit. Bereits am Sonntag waren mindestens vier Menschen gestorben. Sie waren in der Nähe der Stadt Crotone bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen, als sie ein Rohr reparieren wollten.

In vielen Teilen des Landes blieben die Schulen geschlossen. Am Flughafen von Genua musste der Betrieb bis zum Mittag eingestellt werden. In Ligurien wurden die Häfen gesperrt, die Straße zum Küstenort Portofino wurde zerstört.

Starkregen und Böen mit einer Windstärke von bis zu 180 Kilometern pro Stunde sorgten auch in Rom für schwere Verkehrsbehinderungen. Dort rückte die Feuerwehr allein in der Nacht zum Dienstag rund hundert Mal aus. Landesweit zählte die Feuerwehr etwa 7000 Einsätze.

Tote durch umstürzende Bäume

Unweit von Rom und Neapel wurden am Montag vier Menschen durch umstürzende Bäume getötet. Entwurzelte Bäume führten auch zum Tod eines Mannes in Venetien und eines Feuerwehrmanns in Südtirol. Nahe der ligurischen Hafenstadt Savona wurde eine Frau durch ein herabfallendes Fassadenteil erschlagen.

In der nördlichen Provinz Trentino wurde die Leiche einer Frau gefunden, deren Haus von einer Schlammlawine getroffen wurde. In derselben Provinz holten Feuerwehrleute die Leiche eines Mannes aus dem Levicosee. Im Badeort Cattolica an der Adriaküste starb ein Kitesurfer, als eine Sturmböe ihn gegen einen Felsen schleuderte. Er hatte sich trotz Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern auf das Wasser gewagt. Vor der Küste Kalabriens wird außerdem ein Segler vermisst, sein verwaistes Boot wurde auf einem Felsen entdeckt.

Entwurzelter Baum in Rom | Bildquelle: MASSIMO PERCOSSI/EPA-EFE/REX/Shu
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In Rom wurden zahlreiche Bäume entwurzelt.

Touristen eingeschlossen

Am Stilfser Joch, Italiens höchstem Gebirgspass an der Grenze zur Schweiz, saßen rund 170 Touristen und Hotelangestellte nach heftigem Schnee auf 2700 Metern Höhe fest. In der nordöstlichen Region Friaul-Julisch Venetien waren rund 23.000 Bewohner zeitweise ohne Strom, viele Straßen blieben unpassierbar.

In Venedig löste starker Scirocco-Wind im Zusammenspiel mit Hochwasser in der Lagune die als "Acqua Alta" bekannten Überschwemmungen aus. Der berühmte Markusplatz musste zeitweise gesperrt werden, da selbst die üblichen Holzstege nicht mehr reichten, um ihn sicher und trockenen Fußes zu überqueren.

Es ist erst das sechste Mal, dass Venedigs "Aqua Alta" die 1,50 Meter-Marke überschreitet. Der bisherige Rekord von 1,94 Meter stammt vom November 1966.

Auch andere Länder betroffen

Unwetter und Kälteeinbruch sorgten auch in Italiens Nachbarstaaten für Probleme. In Salzburg riss eine Sturmböe einen großen Teil des Dachstuhls der mittelalterlichen Festung mit sich. In der weiter südlich gelegenen Gemeinde Muhr überschwemmte der über das Ufer getretene Fluss den Ortskern.

Unwetterschäden auf der Burg Hohensalzburg in Salzburg. | Bildquelle: dpa
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Auf der Burg Hohensalzburg in Salzburg zerstörte der Sturm Teile der Dachkonstruktion.

In Slowenien galt seit Montag höchste Unwetterwarnung. Ein Windsurfer wurde vermisst gemeldet. In Kroatien stand die Hafenstadt Rijeka zeitweise unter Wasser, zahlreiche Fährverbindungen wurden eingestellt.

Im Schweizer Kanton Tessin waren zahlreiche Straßen wegen Überschwemmungen oder umgestürzter Bäume unpassierbar. Aus Tschechien werden größere Stromausfälle gemeldet.

Auch Frankreich und Spanien wurden vom frühen Wintereinbruch überrascht. Im südfranzösischen Zentralmassiv blieben mehr als 2000 Fahrzeuge im Schnee stecken. Insgesamt waren 195.000 Haushalte ohne Strom.

Schwere Unwetter in Italien
tagesthemen 21:35 Uhr, 30.10.2018, Ellen Trapp, ARD Rom

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Mit Informationen von Lisa Weiß, ARD-Studio Rom

Schwere Unwetter in Italien hinterlassen Tote und Verwüstungen
Lisa Weiß, ARD Rom
30.10.2018 09:08 Uhr

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Über dieses Thema berichteten das nachtmagazin am 29. Oktober 2018 um 00:50 Uhr.

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