Der Ätna auf Sizilien | Bildquelle: AP

Nach Erdbeben am Ätna Zehn Millionen Euro Soforthilfe für Sizilien

Stand: 29.12.2018 00:15 Uhr

Die Erdbeben auf Sizilien werden langsam schwächer. Doch Experten wollen noch keine Entwarnung geben. Unterdessen setzte das italienische Kabinett Soforthilfen in Höhe von zehn Millionen Euro frei.

Nach dem durch den Vulkan Ätna ausgelösten Erdbeben auf Sizilien hat die italienische Regierung den Notstand für die betroffenen Orte auf Sizilien erklärt. Das Kabinett machte bei seiner Sitzung am Freitagabend Soforthilfen in Höhe von zehn Millionen Euro frei. Damit zeige die Regierung in konkreter Form, dass sie den Betroffenen nah sei, erklärte Regierungschef Giuseppe Conte auf Twitter.

Ein von der NASA zur Verfügung gestelltes Foto zeigt den Ätna vom Weltraum aus | Bildquelle: NASA/Worldview HANDOUT/EPA-EFE/R
galerie

Ein von der NASA zur Verfügung gestelltes Foto zeigt den Ätna vom Weltraum aus

Spannung noch nicht abgebaut

Die Erdbeben rund um den Ätna schwächten sich derweil ab. "Wir können aber nicht unbesorgt sein", solange noch Beben registriert werden, sagte der Geologe Marco Neri vom italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie. Denn die Beben in etwa zwei Kilometer Tiefe deuten dem Vulkan-Experten zufolge daraufhin, dass sich die von der Magma ausgehende Spannung im Untergrund noch nicht abgebaut hat.

Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Es kommt immer wieder zu kleineren und größeren Eruptionen. Die neue Phase der Aktivität begann am 23. Dezember. Am Mittwoch hatte ein Beben der Stärke 4,8 die Region um Catania am südöstlichen Fuß des Vulkans erschüttert. 28 Menschen wurden verletzt. Mehr als 400 Menschen sind wegen der Schäden infolge des Erdstoßes nach Behördenangaben vorübergehend obdachlos.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Dezember 2018 um 06:00 Uhr.

Darstellung: