UN-Sicherheitsrat (Archivbild) | Bildquelle: dpa

UN-Sicherheitsrat Sitz für Deutschland scheint gesichert

Stand: 05.05.2018 00:59 Uhr

Die Wahl Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat ist so gut wie sicher. Israel zog seine Bewerbung zurück - damit konkurrieren nur noch zwei Länder um die beiden für Westeuropa vorgesehenen Sitze.

Israel hat seine Bewerbung für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zurückgezogen. Das teilte die israelische UN-Botschaft mit.

Das Land hatte sich für einen Sitz in den Jahren 2019 und 2020 beworben . Die Entscheidung sei nach "Konsultationen mit unseren Partnern, darunter unseren guten Freunden", gefallen, hieß es in einer Mitteilung aus New York. Israel werde mit seinen Verbündeten weiter darauf drängen, dass es "sein Recht auf vollständige Teilhabe an den Entscheidungsfindungsprozessen der UN wahrnehmen kann". Weitere Details nannte die israelische Seite nicht.

Die Erfolgsaussichten für die erste israelische Kandidatur für einen Sitz im Sicherheitsrat waren von vornherein als gering eingeschätzt worden. Die arabischen Staaten hatten sich dagegen ausgesprochen.

Wahl im Juni

Die Wahl Deutschlands zu einem nicht ständigen Mitglied des UN-Sicherheitsrates im nächsten Monat scheint damit gesichert. Die 193 Mitgliedstaaten zählende Generalversammlung der Vereinten Nationen wählt im Juni fünf neue Mitglieder für zwei Jahre. Israel, Belgien und Deutschland konkurrierten bislang um die beiden für westliche Staaten vorgesehenen Sitze.

Zuletzt saß Deutschland 2011 und 2012 im UN-Sicherheitsrat, dessen ständige Mitglieder und damit Veto-Mächte die USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sind. Damals sorgte Deutschland mit seiner Enthaltung in der Abstimmung über den Kriegseinsatz in Libyen für Aufruhr. Es isolierte sich so im Kreis der NATO-Verbündeten und stellte sich an die Seite Russlands und Chinas, die sich ebenfalls enthielten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Mai 2018 um 22:00 Uhr.

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