Israel Grenze Gaza | Bildquelle: REUTERS

Nach Raketenbeschuss Israel verstärkt Truppen an Gaza-Grenze

Stand: 26.03.2019 19:56 Uhr

Israel hat die Hamas für den erneuten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen verantwortlich gemacht. Man werde mit Nachdruck reagieren, kündigte Ministerpräsident Netanyahu an.

Nach dem Raketenangriff auf ein Haus nordöstlich von Tel Aviv will Israel weitere Truppen in die Nähe der Grenze zu Gaza verlegen. Man wolle zwei Brigaden entsenden, sagte eine Armeesprecherin. Außerdem solle eine begrenzte Anzahl von Reservisten in verschiedenen Einheiten für spezifische Aufgaben einberufen werden.

Die Rakete sei aus Rafah im südlichen Gazastreifen abgefeuert worden und habe das Haus direkt getroffen. Sanitätern zufolge wurden sieben Menschen verletzt, darunter auch kleine Kinder. Das Gebäude wurde schwer beschädigt.

Israel hatte nach dem Angriff die Schließung der Grenzübergänge in den Gazastreifen und die Einschränkung der Fischereizone vor der Küste angeordnet.

Rakete von Hamas hergestellt

Es handele sich um eine von der im Gazastreifen herrschenden Hamas selbst hergestellte Rakete mit einer Reichweite von 120 Kilometern, betonte die Sprecherin.

Die Hamas habe die Rakete abgefeuert, sagte die Sprecherin. "Wir sehen die Hamas als verantwortlich für alles, was im Gazastreifen passiert". Berichte, denen zufolge das Geschoss möglicherweise versehentlich abgefeuert wurde, wollte sie nicht kommentieren.

Die Hamas äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Der mit ihr verbündete Islamische Dschihad warnte Israel aber vor "Aggressionen gegen den Gazastreifen" und drohte ebenfalls mit einer "kraftvollen Reaktion". Die Gruppe äußerte sich nicht dazu, wer für den Raketenangriff verantwortlich sein könnte.

Israelische Polizei vor einem zerstörten Haus in Moshav Mishmeret, nördlich von Tel Aviv | Bildquelle: ABIR SULTAN/EPA-EFE/REX
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Bei dem Raketenangriff auf ein Haus nahe Tel Aviv wurden mindestens sieben Menschen verletzt, darunter drei Kinder.

Konflikt zwischen Israel und Gaza erneut verschärft

Der Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatte sich zuletzt wieder verschärft. Mitte März hatte es den ersten palästinensischen Raketenangriff auf Tel Aviv seit dem Gaza-Krieg 2014 gegeben. Die beiden Geschosse seien versehentlich aus dem Gazastreifen abgeschossen worden, hieß es von Seiten der Hamas. Israels Luftwaffe hatte nach dem Angriff rund 100 Ziele in dem Palästinensergebiet bombardiert.

Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Vor mehr als zehn Jahren hat Israel eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.

Netanyahu verkürzt USA-Reise

Angesichts des Raketenbeschusses hatte Israel Ministerpräsident Nertanyahu angekündigt, seinen USA-Besuch zu verkürzen. Es habe einen bösartigen Angriff auf Israel gegeben und man werde mit Nachdruck reagieren.

In Washington trifft sich Netanyahu mit US-Präsident Donald Trump. Dieser will per Dekret die Souveränität Israels über die Golanhöhen anerkennen. Nach 52 Jahren sei es Zeit dafür, so Trump.

Golanhöhen: Der Konflikt zwischen Israel und Syrien
25.03.2019

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 25. März 2019 um 11:00 Uhr.

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