Palästinenser versammeln sich an der Stelle eines israelischen Luftangriffs im südlichen Gazastreifen. | Bildquelle: REUTERS

Nach Raketenangriffen durch Palästinenser Israel beschießt erneut Hamas-Stellung

Stand: 13.12.2017 08:50 Uhr

Die israelische Luftwaffe hat nach neuen Raketenangriffen militanter Palästinenser erneut ein Ziel im Gazastreifen beschossen. Im Süden des Palästinensergebiets wurde eine Militäreinrichtung der radikalislamischen Hamas bombardiert.

Nach neuen Raketenangriffen durch militante Palästinenser hat die israelische Luftwaffe erneut ein Ziel im Gazastreifen beschossen. Im Süden des Palästinensergebiets am Mittelmeer sei in der Nacht eine Militäreinrichtung der radikalislamischen Hamas bombardiert worden, teilte eine Armeesprecherin mit.

Militante Palästinenser hatten nach Armeeangaben am Dienstagabend eine Rakete abgefeuert, die Israel nicht erreichte. Palästinensische Medien berichteten, sie sei noch im Gazastreifen auf freiem Feld eingeschlagen.

Am Dienstag waren im Gazastreifen zwei Mitglieder der Palästinenserorganisation "Islamischer Dschihad" bei der vorzeitigen Explosion ihrer eigenen Rakete getötet worden. Die israelische Armee dementierte nachdrücklich palästinensische Medienberichte, wonach die Luftwaffe die militanten Palästinenser gezielt mit einer Drohne getötet habe.

Ranghoher Hamas-Führer festgenommen

Unterdessen nahm Israel in der Nacht einen der ranghöchsten Anführer der Hamas im Westjordanland fest. Hassan Jussef sei in seinem Haus bei Ramallah in Haft genommen worden, bestätigte eine israelische Militärsprecherin in Tel Aviv.

Hamas-Chef Ismail Hanija | Bildquelle: AFP
galerie

Hamas-Chef Ismail Hanija hatte zu einer dritten Intifada aufgerufen.

Als Reaktion auf die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch die USA vor einer Woche hatte der Hamas-Führer Ismail Hanija zu einem neuen Aufstand aufgerufen. Er forderte auch Anschläge im Westjordanland.

Die Proteste auf den Straßen haben sich inzwischen abgeschwächt. Alle Palästinenserorganisationen haben jedoch für Freitag zu neuen Protesten aufgerufen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Dezember 2017 um 6.12 Uhr.

Darstellung: