Flugzeuge stehen geparkt auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv, Archivbild | dpa

Striktere Einreiseregeln Abschottung soll gegen Omikron helfen

Stand: 28.11.2021 01:53 Uhr

Um die Omikron-Ausbreitung einzudämmen, verschärfen immer mehr Länder ihre Einreiseregeln. Israel schließt seine Grenzen für Ausländer ganz. Derweil lobte die US-Regierung Südafrika, wo die Corona-Variante zuerst entdeckt worden war.

Um die Ausbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus einzudämmen, schließt Israel seine Grenzen für Ausländer. Diese und weitere Beschränkungen beschloss das Coronavirus-Kabinett laut israelischen Medienberichten. Die neuen Beschränkungen sollen an diesem Sonntagabend in Kraft treten.

Auch geimpfte Israelis werden bei Rückkehr isoliert

Derzeit ist demnach in Israel ein Omikron-Fall bestätigt, sieben Fälle werden untersucht. Bis auf Weiteres müssen alle Personen, die aus einem beliebigen Land nach Israel zurückkehren - darunter auch geimpfte Israelis - bei der Einreise nach Israel drei Tage lang isoliert werden, wie etwa die "Jerusalem Post" berichtete.

Die Reisenden würden am Flughafen getestet und müssten sich dann am dritten Tag einem PCR-Test unterziehen und dürften die Isolation erst verlassen, wenn das Ergebnis negativ sei, hieß es weiter. Ungeimpfte Israelis müssten sieben Tage lang isoliert werden, sofern der Test negativ ausfalle. Alle Ausländer, die eine Einreiseerlaubnis nach Israel erhielten, müssten in einem staatlichen "Coronavirus-Hotel" unter Quarantäne gestellt werden.

Großbritannien verschärft Einreiseregeln

Zuvor hatte Großbritannien angekündigt, angesichts Corona-Variante Omikron seine Einreiseregeln für Reisende aus aller Welt zu verschärfen. Alle Ankommenden müssen bis spätestens zum Ende des zweiten Tages nach ihrer Einreise einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne gehen. Das teilte der britische Premierminister Boris Johnson mit.

"Wir müssen jetzt noch weiter gehen und ein neues Testregime verhängen", sagte Johnson. Die Regelung gelte zudem unabhängig vom Impfstatus und soll nach drei Wochen überprüft werden. Künftig gelte zudem wieder eine Maskenpflicht in Geschäften und Verkehrsmitteln.

Bislang mussten vollständig Geimpfte aus den meisten Ländern nur noch einen Schnelltest nach der Einreise machen, aber nicht mehr in Quarantäne gehen. Nach mehreren anderen Ländern waren auch in Großbritannien heute zwei Fälle der Omikron-Variante festgestellt worden.

Die Omikron-Variante (B.1.1.529) war zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sie als "besorgniserregend" ein. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest.

Südafrika Virusvariantengebiet

Angesichts der neuen Variante hatten bereits zahlreiche Länder - darunter auch Deutschland - Einreisebeschränkungen angekündigt. Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho gelten laut Bundesregierung ab heute als Virusvariantengebiete.

Fluggesellschaften dürfen damit im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von dort nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann auch nicht durch negative Tests verkürzt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. November 2021 um 20:00 Uhr.