Israel hat eine mutmaßliche Chemiewaffenfabrik in Syrien angegriffen. | Bildquelle: AFP

Nach Raketenbeschuss Israel greift Hamas-Stellungen an

Stand: 06.07.2020 01:09 Uhr

Nach Raketenangriffen aus dem Gaza-Streifen hat die israelische Luftwaffe unterirdische Einrichtungen der Terrororganisation bombardiert. Bislang gibt es keine Berichte über Verletzte.

Als Reaktion auf Raketenangriffe aus dem Gazastreifen hat Israel Stellungen der radikalislamischen Hamas angegriffen. Die Luftwaffe habe am Sonntag unterirdische Einrichtungen bombardiert, teilte die israelische Armee mit. 

Wenige Stunden zuvor waren nach Armeeangaben drei Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Ein Geschoss wurde demnach von der Luftabwehr abgefangen. Die anderen beiden Raketen schlugen Medienberichten zufolge in unbewohntem Gebiet ein. Zunächst bekannte sich niemand zu den Attacken. Weder aus Israel noch aus dem Gazastreifen gab es Berichte über Verletzte.

"Eine Kriegserklärung an unser Volk"

Die Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, hatte Israel Ende Juni vor einer Annexion von Teilen des besetzten Westjordanlands gewarnt, wie sie im Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump vorgesehen ist. Eine Annexion würde aus Sicht der Hamas "einer Kriegserklärung an unser Volk" gleichkommen, hieß es. Einen Tag später wurden zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Hamas-Stellungen in dem Palästinensergebiet. 

Der Trump-Plan gibt Israel im Prinzip grünes Licht für eine Annexion von bis zu 30 Prozent des von Israel seit 1967 besetzten Westjordanlands. Die israelische Regierung hat sich aber noch nicht zur Umsetzung des umstrittenen Plans geäußert. 

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. Juli 2020 um 02:00 Uhr.

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