Archiv: Israelisches Abwehrsystem "Iron Dome" | Bildquelle: dpa

Konflikt nach Jerusalem-Entscheidung Raketen und Luftangriffe in Nahost

Stand: 12.12.2017 09:02 Uhr

Eine Rakete aus dem Gazastreifen ist von Israel abgefangen worden. Die Armee flog Luftangriffe auf Hamas-Stellungen. Damit setzt sich die neu entflammte Auseinandersetzung zwischen Palästinensern und Israelis fort.

Von Kilian Neuwert, ARD-Studio Tel Aviv

Noch in der Nacht hat die israelische Armee auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen reagiert. Nach Armee-Angaben beschossen israelische Truppen Ziele der radikalislamischen Hamas in dem abgeriegelten Küstenstreifen vom Boden und aus der Luft. Die Armee macht die Organisation für die neuerlichen Angriffe verantwortlich. Angaben über Tote oder Verletzte liegen bislang weder von israelischer noch von palästinensischer Seite vor.

In der Nacht hatten militante Palästinenser weitere Raketen aus Gaza abgefeuert, nachdem bereits mindestens eine am Abend gestartet worden war. Sirenen warnten die Bevölkerung im Raum Aschkelon, etwa zehn Kilometer nördlich des Gazastreifens, vor möglichen Einschlägen. Laut der israelischen Armee wurde eine der Raketen vom Luftabwehrsystem der Streitkräfte, genannt "Iron Dome", abgefangen.

Nicht der erste Beschuss

Erst in der Nacht zum Samstag hatte die israelische Luftwaffe nach einem ähnlichen Raketenangriff Ziele der Hamas in dem abgeriegelten Küstenstreifen bombardiert. Dabei starben zwei Hamas-Kämpfer.

Der Konflikt zwischen Israelis und militanten Palästinensern wurde durch die Worte von US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche wieder angeheizt. Er hatte Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Die folgenden Proteste und Ausschreitungen sind inzwischen aber wieder abgeflaut.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Dezember 2017 um 08:00 Uhr.

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