Ein beim Angriff auf die UN-Schule verletzter Mann wird in die Notaufnahme gebracht.

Gaza-Krieg Israel ermittelt wegen ziviler Opfer

Stand: 11.09.2014 08:44 Uhr

Die israelische Armee führt nach eigenen Angaben erstmals strafrechtliche Ermittlungen zu mehreren Vorfällen während des jüngsten Gaza-Konflikts. Derzeit würden fünf Vorfälle untersucht, sagte ein ranghoher Armeevertreter im Verteidigungsministerium in Tel Aviv vor ausländischen Journalisten. Zu Dutzenden weiteren könnten noch Ermittlungen eingeleitet werden.

Demnach wird unter anderem ein Angriff auf eine UN-Schule am 24. Juli im nördlichen Beit Hanun untersucht, bei dem nach Angaben von Ärzten mindestens 15 Palästinenser getötet wurden.

Ein beim Angriff auf die UN-Schule verletzter Mann wird in die Notaufnahme gebracht.

24. Juli: Nach dem Angriff auf die UN-Schule wird dieser Verletzte in eine Notaufnahme gebracht.

Auch der Angriff auf einen Strand von Gaza-Stadt am 16. Juli, bei dem vier palästinensische Kinder getötet wurden, ist Gegenstand von Ermittlungen. Beide Attacken waren von den UN und den USA verurteilt worden. Die Armee wolle "alle glaubwürdigen Vorwürfe zu Fehlverhalten" untersuchen, sagte der Vertreter der Streitkräfte.

Im Gazastreifen hält seit zwei Wochen eine Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas.

Bei dem 50-tägigen israelischen Militäreinsatz waren laut örtlichen Rettungskräften mehr als 2100 Palästinenser getötet worden, ein Großteil davon Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 67 Soldaten und sechs Zivilisten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. September 2014 um 9:30 Uhr.