Iran reagiert zwiespältig auf Öl-Embargo Einerseits Drohungen, andererseits Herunterspielen

Stand: 24.01.2012 16:01 Uhr

Einen Tag nachdem die EU ein Ölembargo gegen den Iran verhängt hat, gibt sich die iranische Führung einerseits gelassen, droht dem Westen aber andererseits. In einer offiziellen Erklärung des Außenministeriums, die von der Nachrichtenagentur Isna veröffentlicht wurde, heißt es: "Wir glauben, dass dieser Schritt schwerwiegende Konsequenzen für die Europäer haben wird." Näher benannt wurden die Konsequenzen nicht.

Botschafter des EU-Ratspräsidenten Dänemark einbestellt

Die Sanktionen seien "unvernünftig und ungerechtfertigt". Das Außenministerium bestellte zudem den dänischen Botschafter in Teheran ein, dessen Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Das Ministerium warf der EU eine "feindliche Haltung" gegenüber dem Iran vor, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.

Iranische Bevölkerung leidet unter angespannter Lage
tagesthemen 22:15 Uhr, 23.01.2012, Martin Weiss, ARD Teheran

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Geheimdienstminister nennt Sanktionen "ineffektiv"

Gleichzeitig bemühte sich die Islamische Republik, die Bedeutung der westlichen Sanktionen herunterzuspielen, zu denen neben dem Öl-Embargo unter anderem auch das Einfrieren von Konten der iranischen Zentralbank zählt. Die "ineffektiven Sanktionen" seien keine Bedrohung, sondern hätten dem Land im Gegenteil eine Menge Vorteile eingebracht, sagte Geheimdienstminister Heidar Moslehi der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Wegen der Schuldenkrise sei die EU eher auf das Öl angewiesen als der Iran auf die Abnahme des Rohstoffs. Ein Sprecher des Ölministeriums betonte, der Iran habe genügend Zeit, sich auf das Embargo vorzubereiten und werde alternative Abnehmer finden.

Auch Australien verhängt Öl-Embargo

Die Flaggen des Iran und der nationalen iranischen Ölgesellschaft wehen auf einem Gasfeld in Assalouyeh (Archivbild)
galerie

Die Flaggen des Iran und der nationalen Ölgesellschaft.

Etwa 20 Prozent der iranischen Ölexporte gehen in die EU. Das Embargo der EU tritt ab Juli in Kraft. Mit dem Schritt soll der Druck auf den Iran erhöht werden, im Streit um sein Atomprogramm einzulenken. Auch Australien kündigte an, sich an dem Öl-Importverbot zu beteiligen. "Das kostet, aber das sind Kosten, die es wert sind, getragen zu werden", sagte Außenminister Kevin Rudd.

Der Westen verdächtigt das Regime in Teheran, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Das iranische Außenministerium betonte in seiner Erklärung erneut, das Atomprogramm sei "friedlich und ausschließlich für zivile Zwecke gedacht".

Darstellung: