Ein Arbeiter setzt im Iran einen Ölförderturm in Betrieb.

Atomstreit mit Teheran Auch die EU verschärft Sanktionen gegen Iran

Stand: 17.06.2010 15:27 Uhr

Im Gleichschritt mit den USA verschärft Europa offenbar seine Sanktionen gegen den Iran: Der EU-Gipfel verabschiedete einen Katalog mit Handels- und Investitionsverboten für die Gas- und Ölbranche und den Verkehrssektor, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

Die US-Regierung hatte zuvor ihre Strafmaßnahmen auf mehr als drei Dutzend Unternehmen und Einzelpersonen ausgeweitet, die nach Überzeugung der US-Behörden die iranischen Atom- und Raketenprogramme unterstützen.

Ein Arbeiter setzt im Iran einen Ölförderturm in Betrieb.

Betroffen von den Sanktionen soll auch Irans Ölindustrie sein - ein empfindlicher Schlag.

Auch mit den neuen EU-Sanktionen sollen der Handel mit Material gestoppt werden, das für militärische Zwecke benutzt werden kann. Für die Gas- und Ölindustrie wurde ein Verbot von Investitionen, technischer Hilfe, des Transfers von Technologien, Ausrüstung und Dienstleistungen verhängt.

Details noch nicht beschlossen

Überdies beschloss die EU neue Visabeschränkungen und das Einfrieren von Konten bei den Revolutionsgarden.

Die EU-Außenminister hatten sich bereits am Montag auf das neue Maßnahmenbündel geeinigt, der Gipfel gab jetzt grünes Licht. In den kommenden Wochen müssen Experten die Einzelheiten ausarbeiten, welche Firmen und Produkte konkret betroffen sind.