Wählerinnen in Teheran nach der Stimmabgabe | Bildquelle: AFP

Präsidentenwahl im Iran Großer Andrang bei der "Schicksalswahl"

Stand: 19.05.2017 21:15 Uhr

Moderater Präsident gegen erzkonservativen Herausforderer: Das ist die Ausgangslage bei der Wahl im Iran. Wegen des großen Andrangs verlängerten die Behörden die Öffnungszeiten der Wahllokale. Erst am Abend war die Abstimmung beendet.

Die Präsidentenwahl im Iran ist beendet. Wegen des großen Wählerandrangs hatten die Behörden die Öffnungszeiten der Abstimmungslokale mehrfach verlängert. Vor vielen Wahllokalen in Teheran bildeten sich den Tag über lange Schlangen. Medienangaben zufolge gab es auch in den Provinzen eine lebhafte Beteiligung. Mehr als 56 Millionen Iraner dürfen abstimmen.

Das geistliche und politische Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, rief die Bürger dazu auf, in großer Zahl und frühzeitig zur Wahl zu gehen. "Das Schicksal des Landes wird vom Volk bestimmt", erklärte er. Eine hohe Wahlbeteiligung wird im Iran allgemein als Ausweis der politischen Legitimität des Systems interpretiert. Das Innenministerium erwartet eine Beteiligung von mehr als 72 Prozent.

Präsidentschaftswahlen im Iran
nachtmagazin 1:00 Uhr, 20.05.2017, Natalie Amiri, ARD Teheran

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Rouhani vs. Raisi?

Bei der Wahl tritt Präsident Hassan Rouhani für eine zweite vierjährige Amtszeit an. Ob der moderate Politiker seinen fulminanten Sieg von 2013 wiederholen kann, ist offen. Beobachter gehen von einem Zweikampf mit dem erzkonservativen Ebrahim Raisi aus. Er ist ein enger Verbündeter Chameneis. Die beiden anderen Kandidaten gelten als chancenlos.

"Heute ist ein wichtiger Tag, da die Iraner ihr Schicksal und das ihrer Kinder selbst in der Hand haben", sagte Rouhani nach seiner Stimmabgabe. Die Wähler sollten nicht vergessen, dass das Ergebnis auch außenpolitisch für das Land enorm wichtig sei, ergänzte er.

Schlange vor Wahllokal in Ghom | Bildquelle: AP
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Schlange vor Wahllokal in Ghom

Wahl im Iran | Bildquelle: AP
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Ebrahim Raisi bei seiner Stimmabgabe

"Immerhin keine Angst vor einem Krieg"

Viele Iraner sehen ihn als das kleinere Übel. Sie werfen ihm vor, nicht für den versprochenen wirtschaftlichen Fortschritt gesorgt zu haben. Bei einem Sieg von Raisi befürchten sie jedoch erneute internationale Spannungen. Rouhani hat das Land mit dem Atomdeal geöffnet. "Zumindest haben wir seit Rouhani nicht mehr diese blödsinnigen Streitereien mit der Außenwelt und auch nicht mehr die Angst vor einem Krieg", sagt ein Wähler in Teheran.

Besonders bei jüngeren Wählern dürfte Rouhani vorn liegen. Unter seiner Präsidentschaft sind manche Dinge wieder möglich, die zuvor sanktioniert wurden. "Seit Rouhani gehe ich mit Freunden in einen Coffeshop, ohne Furcht, von der Sittenpolizei angemacht zu werden", sagt eine Studentin. Raisis Anhänger hoffen dagegen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung, denn wie Rouhani versprach auch sein Kontrahent vor der Wahl neue Arbeitsplätze. "Allgemein reden die Mullahs vor der Wahl viel, danach kriegen sie aber alle Alzheimer", ist eine Frau aus Teheran skeptisch.

Erste Prognosen soll es am Samstag geben. Erhält kein Kandidat bei der ersten Wahlrunde mehr als 50 Prozent, findet am 26. Mai eine Stichwahl statt.

Wer hat die Macht im Iran?
19.05.2017, Ute Konrad, ARD-aktuell

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Mai 2017 um 12:00 Uhr.

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