Menschenmenge in Kerman | Bildquelle: AFP

Beisetzung von Soleimani Viele Tote bei Massenpanik im Iran

Stand: 07.01.2020 20:28 Uhr

Während der Trauerfeierlichkeiten für den getöteten iranischen General Soleimani ist es in Kerman zu einer Massenpanik gekommen. Nach offiziellen Angaben seien mindestens 200 Menschen verletzt worden. Mehr als 50 Menschen starben.

In der iranischen Stadt Kerman sind bei einer Massenpanik viele Menschen ums Leben gekommen. Das staatliche iranische Fernsehen sprach unter Berufung auf örtliche Behörden von mehr als 50 Getöteten. Nach offiziellen Angaben seien mindestens 200 Menschen verletzt worden. Sie hatten an der Trauerprozession für den getöteten General Kassem Soleimani teilgenommen.

Massenpanik mit vielen Toten und Verletzten bei Trauerzug von Soleimani
tagesschau 20:00 Uhr, 07.01.2020, Natalie Amiri, BR

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Tausende Menschen versammelten sich vor der Beisetzung des bei einem US-Drohnenangriff getöteten Soleimani in dessen Heimatstadt Kerman. Auf einem Platz im Stadtzentrum waren zwei Särge mit den sterblichen Überresten Soleimanis und des ebenfalls getöteten Brigadegenerals Hossein Purdschafari aufgebahrt. Die Zeremonie wurde auf fast allen Fernsehkanälen live übertragen.

Beisetzung wegen Sicherheitsbedenken verschoben

Der Marsch führte durch das Zentrum der Stadt im Südosten des Landes zum Märtyer-Friedhof. Dort soll Soleimani beerdigt werden. Wegen Sicherheitsbedenken musste die Beisetzung zunächst verschoben werden. Es bestehe keine Möglichkeit die Leiche zum Friedhof zu transportieren, hieß es zur Begründung. Die Behörden baten die Menschen, den Weg zum Friedhof freizumachen, damit die Beerdigung stattfinden kann.

Wegen des erwarteten Massenandrangs war der Dienstag in Kerman zum örtlichen Feiertag erklärt worden - wie zuvor schon der Montag in der Hauptstadt Teheran. Damit wollte die Regierung möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich von dem als Märtyrer verehrten General zu verabschieden.

Erneute Drohungen

Die iranische Regierung drohte den USA erneut mit Vergeltung. Bei dem Trauerzug sagte der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Hussein Salami: "Wir werden Rache nehmen und die wird konsequent und hart sein, so dass die Amerikaner ihre Tat bitter bereuen."

Der Kommandeur der Luftwaffe, Amir Ali Hajizadeh, forderte im iranischen Fernsehen "die vollständige Entfernung der Vereinigten Staaten aus der gesamten Region". Außenminister Mohammed Dschawad Zarif sprach in einem Interview mit US-Fernsehsender CNN von amerikanischem Staatsterrorismus.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Januar 2020 um 14:00 Uhr.

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