Tausende Trauernde auf dem Trauerzug des getöteten Generals Kassem Soleimani in der Stadt Kerman. | Bildquelle: AFP

Beisetzung von Top-General Neue Drohungen aus Teheran

Stand: 07.01.2020 08:47 Uhr

Tausende Menschen haben vom getöteten iranischen General Soleimani Abschied genommen. Die Führung in Teheran schickt unterdessen eindeutige Drohungen Richtung USA und deren Verbündeten.

Tausende Iraner haben sich vor der Beisetzung des bei einem US-Drohnenangriff getöteten General Kassem Soleimani in dessen Heimatstadt Kerman versammelt. Auf einem Platz im Stadtzentrum waren zwei Särge mit den sterblichen Überresten Soleimanis und des ebenfalls getöteten Brigadegenerals Hossein Purdschafari aufgebahrt. Der Marsch führte durch das Zentrum der Stadt im Südosten des Landes zum Märtyer-Friedhof. Dort soll Soleimani später beerdigt werden.

Tausende bei Soleimanis Beisetzung
tagesschau 09:00 Uhr, 07.01.2020

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Wegen des erwarteten Massenandrangs war der Dienstag in Kerman zum örtlichen Feiertag erklärt worden - wie zuvor schon der Montag in der Hauptstadt Teheran. Damit wollte die Regierung möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich von dem als Märtyrer verehrten General zu verabschieden.

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde, Hossein Salami, drohte bei den Feierlichkeiten mit Racheakten an Verbündeten Amerikas. Der Iran werde jene Orte "in Brand stecken", die von den USA unterstützt würden, erklärte Salami.

Zuvor hatte es in mehreren iranischen Städten große Trauerzüge gegeben. Allein in Teheran nahmen am Montag nach Medienberichten Millionen Menschen Abschied von Soleimani. Der General war in der Nacht zum Freitag von US-Drohnen in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit einem Raketenangriff getötet worden.

Iran erklärt US-Truppen zu Terroristen

Das iranische Parlament erhöhte das Budget der Revolutionsgarden bis zum Ende des persischen Jahres (20. März 2020) um 200 Millionen Euro. Zudem erklärte die Versammlung das amerikanische Militärkommando im US-Verteidigungsministerium zu "Terroristen". Die dazu gehörenden Personen würden damit Ziel iranischer Sanktionen, heißt es in einem im Schnellverfahren verabschiedeten Gesetz.

Das Gesetz dürfte im Zusammenhang mit der von der iranischen Führung angedrohten harten Vergeltung stehen. Es scheint zudem eine Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump im April verkündete Entscheidung zu sein, die Revolutionsgarde zu einer terroristischen Organisation zu erklären.

Iran erklärt US-Militär zu Terroristen
Karin Senz, ARD Istanbul
07.01.2020 09:53 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Januar 2020 um 08:00 Uhr.

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