Donald Trump | Bildquelle: REUTERS

Konflikt mit dem Iran Trump verhängt Sanktionen gegen Chamenei

Stand: 24.06.2019 18:33 Uhr

US-Präsident Trump hat Irans geistliches Oberhaupt, Chamenei, mit neuen Finanzsanktionen belegt. Der Iran kritisierte den Schritt und warf Washington "wirtschaftlichen Terrorismus" vor.

Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump neue Sanktionen gegen das Land verhängt. Trump unterzeichnete im Weißen Haus eine entsprechende Verfügung, die nach seinen Angaben dem Obersten Führer der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Chamenei, und seinem Umfeld den Zugang zu finanziellen Ressourcen erschweren soll.

Trump erhöht Druck

Trump kritisierte eine "Serie aggressiven Verhaltens" der Iraner, darunter Angriffe auf Öltanker im Golf von Oman. Für diese Taten sei letztlich Chamenei verantwortlich, dem auch die Revolutionsgarden des Landes unterstehen.

"Wir werden den Druck auf Teheran weiterhin erhöhen. Der Iran kann niemals Atomwaffen haben." Die USA hätten nicht um einen Konflikt gebeten, sagte Trump weiter. Abhängig von der Antwort des Iran könnten die Sanktionen umgehend enden - oder sie "könnten von jetzt an Jahre dauern".

Ayatollah Ali Chamenei spricht sitzend vor ranghohen Militärs und Revolutionsgardisten. | Bildquelle: IRANIAN SUPREME LEADER OFFICE HA
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Chamenei muss mit finanziellen Einschränkungen rechnen.

Den Schritt hatte er bereits angekündigt. In der vergangenen Woche hatte die Islamische Republik eine US-Drohne abgeschossen, Trump erwog danach offenbar einen Vergeltungsschlag, sagte ihn aber unter Verweis auf die potenziell hohe Opferzahl ab.

Auch Sanktionen gegen Außenminister

Zudem will das Weiße Haus den iranischen Außenminister, Mohamed Dschwad Sarif, mit Sanktionen belegen. Das kündigte Finanzminister Steven Mnuchin an. Trump habe ihn angewiesen, noch diese Woche Sanktionen gegen Sarif zu verhängen, sagte Mnuchin.

Der iranische UN-Botschafter kritisierte den Schritt scharf. Die Vereinigten Staaten hätten einen "Wirtschaftskrieg" und "wirtschaftlichen Terrorismus" gegen die Bevölkerung des Irans begonnen, sagte Takht Ravanchi während einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. Die USA müssten die gefährliche Situation deeskalieren und ihre Flotte zurückziehen.

Er bekräftigte erneut, dass eine zuletzt abgeschossene US-Drohne zuvor in iranisches Territorium eingedrungen war und hielt als Beweis angebliche Radarbilder hoch. Gespräche mit Washington schloss er in der jetzigen Situation aus.

Trump unterzeichnet neue Sanktionen gegen Iran
Torsten Teichmann, ARD Washington
24.06.2019 18:54 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 24. Juni 2019 um 19:15 Uhr.

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