Die spanische Fregatte ''Méndez Núñez'' | Bildquelle: Román Ríos/EPA-EFE/REX

Konflikt im Iran Spanien zieht Kriegsschiff ab

Stand: 14.05.2019 17:05 Uhr

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat Spanien seine Fregatte "Méndez Núñez" abgezogen. Diese sollte den US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" in den Persischen Golf begleiten.

Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat Spanien ein Kriegsschiff aus dem Flottenverband um den US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" abgezogen. Die Fregatte "Méndez de Núñez" mit ihrer 215-köpfigen Besatzung werde nicht in den Persischen Golf einlaufen. Die "Méndez de Núñez" war das einzige ausländische Schiff im US-Flottenverband, den Washington in die Golf-Region geschickt hat.

"US-Mission geht über Absprache hinaus"

Grundlage dafür ist eine bilaterale Vereinbarung zwischen Spanien und den USA. Die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles erklärte, dass die neue US-Mission nicht Teil des Abkommens sei. "Der Einsatz der B-52(-Langstreckenbomber) am Persischen Golf geht über die Absprache hinaus."

Die spanische Fregatte ''Méndez Núñez'' | Bildquelle: AFP
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Die "Méndez de Núñez" war das einzige ausländische Schiff im US-Flottenverband, den Washington in die Golf-Region geschickt hat.

Robles versicherte, die sozialistische Regierung in Madrid habe der US-Regierung von Präsident Donald Trump "nichts vorzuwerfen". Man respektiere die Entscheidungen der USA. Die USA müssten aber auch respektieren, dass Spanien sich strikt an die Bedingungen des unterzeichneten Abkommens halte, betonte sie.

Sprecher: Mögliche Konfrontation vermeiden

Ein Sprecher des spanischen Verteidigungsministeriums sagte, Spanien wolle eine mögliche Konfrontation oder "kriegsähnliche Handlung" vermeiden.

Vor einer Woche hatten die USA angekündigt, die "USS Abraham Lincoln" und eine Bomberstaffel als Warnung an den Iran in den Nahen Osten zu entsenden. Am Freitag verstärkten sie ihre Militärpräsenz in der Region weiter. Teheran hatte zuvor angekündigt, einige Auflagen aus dem Atomabkommen von 2015 nicht mehr einzuhalten.

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