Der iranische Zerstörer "Sahand" | Bildquelle: AP

Konflikt mit den USA Iran schickt Schiffe in den Atlantik

Stand: 05.01.2019 15:10 Uhr

Der Iran will Präsenz vor der Haustür des Erzfeindes USA zeigen. Ab März sollen Kriegsschiffe in den Atlantik entsendet werden. Zu dem Flottenverband zählen auch die beiden größten Schiffe der iranischen Marine.

Der Iran hat die Entsendung von Kriegsschiffen in den Atlantik angekündigt. "Die Marine verfolgt den Plan zur Stationierung eines Flottenverbands im Atlantischen Ozean bereits seit einigen Jahren, und jetzt scheint alles bereit für den Start der Mission", berichtete die dem Militär nahestehende Nachrichtenagentur Fars.

Beginn der Mission im März

Der Einsatz sei auf fünf Monate ausgelegt. Dies sei die längste Mission der Marine der vergangenen zehn Jahre. Konteradmiral Turadsch Hassani-Moghadam hatte der amtlichen Nachrichtenagentur Irna am Freitag gesagt, der Einsatz werde Anfang des neuen iranischen Jahres starten, das Ende März beginnt. 

Zum Flottenverband zählen der neue Zerstörer "Sahand", der vom Radar nicht zu orten ist, und das militärische Versorgungsschiff "Kharg". Beide zählen zu den größten iranischen Schiffen und können zum Beispiel Hubschrauber befördern. Laut Fars werden die Schiffe vermutlich in einem befreundeten lateinamerikanischen Land wie Venezuela anlegen.

Der iranische Zerstörer "Sahand" wird feierlich in Betrieb genommen. | Bildquelle: AP
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Der iranische Zerstörer "Sahand" wurde am 1. Dezember 2018 feierlich in Betrieb genommen.

Spannungen mit den USA verschärft

Die iranische Marine hat in den vergangenen Jahren ihr Operationsgebiet sukzessive ausgeweitet und angedeutet, auch Gewässer nahe der US-Küste befahren zu wollen, da amerikanische Flugzeugträger ja auch im Persischen Golf unterwegs seien.

Seit der US-Aufkündigung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran haben sich die Spannungen zwischen den beiden Staaten verschärft. Die USA haben ihre Sanktionen gegen die Islamische Republik wieder in Kraft gesetzt mit dem Ziel, die Ölexporte des Landes zum Erliegen zu bringen. Der Iran hat daraufhin angedroht, die Straße von Hormus am Ausgang des Golfs zu blockieren, sollte das Land kein Öl mehr verkaufen können. Durch die Meerenge wird ein Drittel des weltweit verschifften Öls transportiert.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 05. Januar 2019 um 10:44 Uhr.

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