Donald Trump gibt vor dem Weißen Haus eine Pressekonferenz. | Bildquelle: AP

Iran-USA-Konflikt "Ich werde ihr bester Freund sein"

Stand: 22.06.2019 18:41 Uhr

US-Präsident Trump will auf jeden Fall verhindern, dass der Iran an Atomwaffen kommt - und kündigt weitere Sanktionen an. Verzichtet Teheran aber freiwillig, verspricht er dem Land Aufschwung und "glücklich sein".

Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump weitere Sanktionen gegen das Land angekündigt. Trump machte keine Angaben dazu, welche Sanktionen das genau sein sollen. Der Präsident stellte dem Iran zugleich wirtschaftliche Entwicklung in Aussicht, sollte die Führung in Teheran dauerhaft auf den Bau einer Atombombe verzichten.

"Wenn sie dem zustimmen, werden sie ein wohlhabendes Land haben", sagte Trump in Richtung der iranischen Regierung. "Sie werden so glücklich sein, und ich werde ihr bester Freund sein." Gleichzeitig unterstrich er vor Journalisten in Washington, dass auch militärische Schritte nach wie vor als Option auf dem Tisch lägen.

"Je früher, desto besser"

Die neuen Strafmaßnahmen sollen an diesem Montag verkündet werden, erklärte Trump bei Twitter. Er freue sich auf den Tag, an dem die Sanktionen wieder aufgehoben würden - "je früher, desto besser".

"Sie gehen durch die Hölle"

Trump flog später per Hubschrauber nach Camp David im Bundesstaat Maryland. Er kündigte an, dort bei einer Reihe von Treffen und Telefonaten über die Krise mit dem Iran zu beraten. Bereits die derzeitigen Wirtschaftssanktionen hätten den Iran hart getroffen, nun würden "viele weitere" folgen, sagte der US-Präsident.

"Iran ist im Augenblick ein wirtschaftliches Chaos, sie gehen durch die Hölle." Er betonte, die USA würden nicht zulassen, dass der Iran über Atomwaffen verfüge.

Spannungen spitzen sich zu

Die seit Monaten andauernden Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich Ende der Woche gefährlich zugespitzt. Der Iran schoss zuerst eine amerikanische Aufklärungsdrohne ab, die nach Angaben aus Teheran den Luftraum des Landes verletzt und auf mehrere Warnungen nicht reagiert hatte.

Nach Angaben der USA flog die Drohne dagegen in internationalem Luftraum. Die USA bereiteten danach einen Gegenschlag vor, den US-Präsident Trump nach seinen Worten nur zehn Minuten zuvor absagte.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Juni 2019 um 19:00 Uhr.

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