Demonstranten ziehen durch Bagdad. Viele tragen die irakische Flagge. | Bildquelle: dpa

Protest im Irak Zehntausende fordern Abzug von US-Truppen

Stand: 24.01.2020 13:34 Uhr

In Bagdad haben Zehntausende Menschen gegen das US-Militär im eigenen Land protestiert. Auch die irakische Regierung hatte den Truppenabzug gefordert. Die USA lehnen dies bislang ab.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um den Abzug des US-Militärs aus dem eigenen Land zu fordern.

Zu dem Protest aufgerufen hatte der einflussreiche Politiker und Prediger Muktada al-Sadr. Die Partei des schiitischen Geistlichen hatte bei der Parlamentswahl im Mai 2018 die meisten Mandate errungen. Al-Sadr verlangte einen Zeitplan für den Abzug der "Besatzungskräfte". Alle Stützpunkte der US-Soldaten müssten geschlossen und der Luftraum für US-Militärflugzeuge gesperrt werden.

Zehntausende Iraker fordern Abzug der US-Truppen
tagesschau 15:00 Uhr, 24.01.2020

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Al-Sadr kündigte an, der "Widerstand" werde ausgesetzt werden, sobald seine Forderungen erfüllt seien. Sollten die USA sich aber weigern, würden sie als "feindlicher Staat" behandelt.

In den Morgenstunden versammelten sich die Demonstranten auf einem zentralen Platz in Bagdad. Zufahrtswege zur sogenannten Grünen Zone, wo die irakische Regierung und etliche ausländische Botschaften ihren Sitze haben, wurden mit Betonbarrieren versperrt. Zusätzlich sperrten Sicherheitskräfte das Areal ab.

Rund 5200 US-Soldaten im Irak

Vor zwei Wochen hatte bereits der geschäftsführende Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi den Abzug der US-Truppen gefordert und von US-Außenminister Mike Pompeo ebenfalls einen konkreten Zeitplan verlangt. Bisher haben die USA jedoch nicht mit konkreten Schritten reagiert.

Derzeit sind rund 5200 US-Soldaten im Irak stationiert. Die Truppen sind auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der irakischen Regierung aus dem Jahr 2014 im Land, bei der es um den internationalen Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" geht.

Doch seit der gezielten Tötung des hochrangigen iranischen Generals Kassem Soleimani haben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran, aber auch dem Irak deutlich zugenommen. Bei dem US-Angriff wurde auch der irakische Milizenkommandeur Abu Mahdi al-Muhandis getötet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Januar 2020 um 12:55 Uhr.

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